Endlich, endlich kann ich wieder einmal von der Verwirklichung eines neuen Projektes des Mexiko-Hilfswerks berichten!
Vor geraumer Zeit sprachen wir ganz kurz über einen Spezialrollstuhl für Eros. Eros ist der kleine Junge, der nach Aaróns Tod dessen Oximeter bekam und immer noch braucht.

Im Hintergrund haben Oliver und ich entschieden, dass wir uns auch um den dringend benötigten Rollstuhl für Eros kümmern werden.
UND HEUTE WURDE DIESER ROLLSTUHL ENDLICH UEBERREICHT!!!!!
Dass es so lange gedauert hat, liegt nicht an uns, sondern am Hersteller, über den ich aber nur Gutes berichten kann und werde.

Zuerst aber einmal zu den Details. Eros´Eltern hatten erfreulicherweise bereits eine staatliche Organisation gefunden, die für die Hälfte der Kosten des Rollstuhls aufkommen würde. Da es sich aber um eine Spezialanfertigung handelt, blieb mit der anderen Hälfte immer noch eine ganz ordentliche Summe übrig, die es zu decken galt.
4125 Peso, um genau zu sein.
(Eine weitere erfreuliche Nachricht nebenbei: Eros´ Vater hat - zumindest vorübergehend - Arbeit gefunden!!!!)
Und noch einmal Erfreulich: Ich konnte es einrichten, bei der Übergabe dabei zu sein. Denn diesen Teil der Hilfsprojekte, diese Momente der riesigen Emotionen, würde ich doch nur ungern verpassen. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, Euch alle per Fotos ein klein wenig daran Teil haben zu lassen. Für ein Video wie bei Santiago reichen meine Zeit und Nerven momentan leider nicht aus.

Zurück zum Hersteller und zum Rollstuhl selbst: In dem Ding steckt mehr drin, als man ihm ansieht. Eine Unzahl an Funktionen zur leichteren Handhabe sind in ihm versteckt. So viele, dass man fast ein Handbuch bräuchte. Selbstverständlich ist er zusammenklappbar (sagt man das so?). Aber über die wichtigste Funktion möchte ich doch ein paar Worte verlieren. Der Rollstuhl ist so konzipiert, dass er der schiefen Haltung und verkrümmten Wirbelsäule Eros´ entgegenwirkt! Also neben der reinen Transportmittelfunktion definitiv ein wichtiges orthopädisches Instrument. Eine tolle Sache. Der Hersteller nahm sich über eine halbe Stunde Zeit, um Eros´Mutter alle Einzelheiten zu erklären und hat bereits einen Termin mit Eros´Arzt gemacht, der das Ganze noch einmal aus rein ärztlicher Sicht tun wird. (Im Hintergrund ist Dulce MarÃa vom Teletón zu sehen, die mir so sehr unter die Arme greift bei unseren Projekten.)
Eros´Vater konnte aufgrund des neuen Jobs heute nicht dabei sein, an seiner Stelle war Opa anwesend.

Abschließend noch ein paar persönliche Worte: Ihr dankt mir so oft, dass ich mich um diese Projekte kümmere. Ich möchte das gern auch einmal umdrehen und EUCH DANKEN, dass Ihr dieses Vertrauen in mich setzt. Nur jemand, der so etwas einmal gemacht hat, wird beurteilen können, was für eine unglaubliche Befriedigung und Freude es bedeutet, in dieser Weise Hilfe leisten zu können, auch wenn sehr schwierige Momente - wie etwa Aaróns Tod - dazu gehören.


