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Erlebe Mexiko Meseta Tours

Panteon Rococo Tour 2005

Austausch über mexikanische, lateinamerikanische und spanische Musik, Film und Literatur, mit allem was dazu gehört.

Moderator: Honka

Panteon Rococo Tour 2005

Beitragvon tayfuna » Do 22 Sep, 2005 1:05

Genial, anders kann man ein Konzert von Panteon Rococo wohl nicht beschreiben, die Jungs sind einfach erste Klasse....und wer bei einem Konzert dieser fabelhaften band nicht zumindest ein Körperteil bewegt dem kann man wirklich nicht mehr helfen.....NICHT WAHR KIM?
Die Jungs reiĂźen das Publikum nur so mit und ich kann jedem, auch den Leuten die nicht so auf Skalastige Musik stehen nur empfehlen sich eines dieser Konzerte anzuschauen.......
Am Freitag war ich in Kiel auf dem Konzert und gestern auf dem Konzert in der Fabrik...ja ich musste einfach auch nach Kiel fahren, obwohl ich die Karte fĂĽr Hamburg schon hatte.......und es hat sich gelohnt, so das ich nun sogar ĂĽberlege ob ich nicht auch nach LĂĽbeck fahren soll :lol:
Die Jungs sind nicht nur sehr begabte Musiker, sondern auch noch total nett, ohne jegliche Arroganz oder sonstiges..............und man kann auch gut mit Ihnen feiern!
Das Konzert in hamburg fand ich übrigens besser als das in Kiel...die band war auch besser drauf...kann aber auch an dem Publikum gelegen haben, denn die Fabrik hat nur so gebebt.....liegt vielleicht auch daran das die Jungs einen anderen bezug zu Hamburg haben, denn hier haben sie ja auch ganz am Anfang ihrer internationalen Karriere schon gleich die Leute mitreißen können........
Ich liebe sie!!!!!!!! WĂĽrde sie auch gerne mal in mexico sehen.....leider geben sie von November bis Januar keine Konzerte......genau dann wenn ich wieder da sein werde. :cry ...aber diese Pause haben sich die Jungs auch nach dieser Tournee verdient...denn sie erbringen wirklich seit Juni sechs Tage in der Woche eine ultimative Leistung....Respect!!!!!!
Also geht hin und kauft euch alle CD`s es lohnt sich, auĂźerdem unterstĂĽtzen die Jungs auch noch die Zapatisten!!!!!!!!
Viel SpaĂź mrgreen
tayfuna
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Es war genial!!

Beitragvon Kim » Do 22 Sep, 2005 13:09

Du sprichst mir wirklich aus dem Herzen, der Abend war einfach nur genial, eine Bombenstimmung, die diese Mexikaner verbreiten. WAHNSINN, ich bin immer noch total im Rausch und meine Gedanken alle noch beim Konzert. Und um ehrlich zu sein habe ich auch schon überlegt nach Lübeck oder Göttingen zum Konzert zu gehen... :oops:

Vielleicht war die Stimmung in HH besser, weil das Publikum größer war und vielleicht internationaler? Oder einfach, weil die Band dort mehr Fans hat, die schon öfter auf den Konzerten waren?

Ok, dann werde ich mich mal wieder anderen Dingen versuchen zu widmen....

Bis vielleicht auf dem nächsten concierto

Un beso, Kim
"Entre el vivir y el soñar hay una tercera cosa. Adivínala."

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Re: Panteon Rococo Tour 2005

Beitragvon tokrates » Mo 26 Sep, 2005 17:40

tayfuna hat geschrieben: WĂĽrde sie auch gerne mal in mexico sehen.....leider geben sie von November bis Januar keine Konzerte......genau dann wenn ich wieder da sein werde.


Ich hatte mal das Glück, sie auf dem Zocalo in D.F. zu sehen, war wirklich atemberaubend und noch tausendmal besser als in Deutschland! Als Tip: Sie spielen relativ spontan, die Konzerte werden nicht immer auf deren Webseite veröffentlicht. Läuft wohl alles über Mundpropaganda! Geh mal auf die Seite http://www.rebelfilms.de, das ist die Seite des Tourmanagers in Deutschland. Der fliegt mit den Jungs nach Ende der Tour wieder nach Mexico, den könntest Du mal fragen, ob irgendwo ein Konzert stattfindet!

GruĂź,
Tobi
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Beitragvon tayfuna » Mi 28 Sep, 2005 22:32

Danke Tobi für die Info aber war mit den Jungs unterwegs und Luis und Rodrigo haben mir gesagt das sie im Dezember und Januar keine Konzerte geben...brauchen eine Pause und wollen bei ihrer Familie sein...kann ich auch gut verstehen......aber wenn sie sich doch spontan entscheiden werde ich es bestimmt erfahrebn...aber denk ich eher nicht.....naja ist dann halt so..dann muß ich wohl notgedrungen kurze Zeit später nach Mex.....kommt mir eigentlich auch nicht ungelegen......es geht jedoch das Gerücht rum das sie am 30.09. in Hamburg auf einem Chiapas Soli- Konzert spielen...habe Rodrigo schon gemailt...aber noch keine Antwort...mal abwarten.....aber danke für den Tip mit Rebelfilms war auch schon auf der Seite...echt gut...........
Also bis dann
Saludos de Mel
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Beitragvon Kim » So 02 Okt, 2005 21:00

Hey Tayfuna,

ich glaube bei deinen connections und deinem mex. network in Hamburg wirst du die erste sein, die von so etwas erfährt. :D :D :D

Und halt mich auch auf dem Laufenden, ok?

Kim
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Beitragvon Tina » Do 20 Okt, 2005 10:17

Da fehlen mir doch die Worte! :icon_sad :evil: :oops: :icon_mad

AUSLÄNDERFEINDLICHKEIT
Eine deutsche "Reisegruppe" geht auf Mexikaner los
Die brandenburgische Polizei spielte nach einer Prügelei zwischen mexikanischen Musikern und sehr deutschen jungen Männern eine merkwürdige Rolle.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg meldete am Montag einen eher harmlos erscheinenden Vorfall. Bei einer Auseinandersetzung "zwischen einer ausländischen und einer deutschen Reisegruppe" auf einer Autobahn-Raststätte nahe Neuruppin seien Samstagfrüh vier Menschen verletzt und anschließend in einer Klinik ambulant behandelt worden. "Einen ausländerfeindlichen Hintergrund als Tatmotiv schließt die Polizei aus."

Nun handelte es sich bei der "ausländischen Reisegruppe" um Mitglieder der mexikanischen Ska-Band "Panteón Rococó", bei der "deutschen Reisegruppe" um sechs betrunkene junge Männer. Bandmitgliedern zufolge fielen von Seiten der Deutschen Sätze wie "Verpisst Euch" und "Haut ab aus Deutschland, geht zurück dahin, wo ihr hergekommen seid", die das Attribut rassistisch durchaus nahe legen.

Die Deutschen hätten von Anfang an Streit gesucht, als zwei Musiker die Toilette der Raststätte aufsuchten, sagt Luis Ibara, der Sänger der Combo. Er sei daraufhin zum Bus gerannt, um Hilfe zu holen, aber auch die Übermacht von etwa 15 Mexikanern habe auf die Betrunkenen keinen Eindruck gemacht. "Wir wollten uns zurückziehen, keinen Ärger. Wir sind hier auf Tour, wir arbeiten", sagt Ibara.

Die Angreifer jedoch seien ihnen nachgesetzt und hätten sie mit Drohgebärden bis zum Bus verfolgt, bis schließlich einer von ihnen aus nächster Nähe eine Flasche auf einen der Musiker geworfen habe, die auf Höhe der Rippen zerbrach. Flaschen seien auch gegen den Bus geflogen. Gleichzeitig hätten die Deutschen auf Bandmitglieder eingeprügelt. "Da haben wir angefangen, uns zu verteidigen", sagt Ibara. Im Laufe der Auseinandersetzung wurden drei der Deutschen verletzt.

Als die vom Tourmanager verständigte Polizei eintraf, sei es jedoch ihr Tourbus, nicht der Pkw der Deutschen gewesen, den die Beamten durch Einparken festsetzten. "Man hat uns von Anfang an zu verstehen gegeben, dass wir nicht die Opfer sind, sondern die Täter", sagt Tourmanager Humberto Pereira. "Einer der Polizisten sagte zu uns: Für mich ist die Sache klar: Sie sind junge Linke, aber deswegen muss man nicht andere schlagen, die eine andere Ideologie haben." Anschließend habe man ihnen auf der Polizeiwache nahe gelegt, auf eine Strafanzeige zu verzichten. "Es hieß: Die drei Jungs sehen auch von einer Anzeige ab, dabei können wir's doch belassen." Ein Anwalt prüft nun, Anzeige wegen Nötigung und Strafvereitelung im Amt zu erstatten.

Bei der Polizei in Neuruppin beteuert der stellvertretende Schutzbereichsleiter Lutz Jaenicke, er könne sich "nicht vorstellen", dass Kollegen ähnliches empfohlen hätten. Immerhin habe die Polizei selbst von Amts wegen Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet - gegen beide Seiten. Und von ausländerfeindlichen Bemerkungen habe er "so in keiner Weise etwas vernommen".

*Frankfurter Rundschau/20.10.05/K. CEBALLOS BETANCUR
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Beitragvon 3x3 » Do 20 Okt, 2005 16:06

unglaublich !

gehe zufälligerweise gleich heute abend nach bern ans konzert der combo in s"Bierhübeli" ... hab die band schon mehrere Male live gesehen, und das, was ihr da widerfahren ist, stimmt einem doch schon sehr nachdenklich..

grĂĽessli us der schwiiz
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Beitragvon tokrates » Do 20 Okt, 2005 18:10

...und so lieĂźt sich das beim Rundfunk Berlin-Brandenburg:

Streit zwischen Reisegruppen endet mit mehreren Verletzten

Bei einer Auseinandersetzung zwischen einer ausländischen und einer deutschen Reisegruppe auf dem Gelände der Raststätte Linumer Bruch an der Autobahn 24 sind am Samstagmorgen vier Menschen verletzt worden.

Die Ausländer seien zunächst im Toilettenbereich eines Restaurants von einer Gruppe Deutscher verbal belästigt worden, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag in Neuruppin mit. Auf dem Parkplatzgelände sei es zu weiteren Streitigkeiten und einem Handgemenge gekommen.

Ein Ausländer und drei Deutsche wurden durch Schläge mit Flaschen verletzt und mussten im Ruppiner Klinikum ambulant behandelt werden. Einen ausländerfeindlichen Hintergrund als Tatmotiv schließt die Polizei aus.
http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/vermischtes/beitrag_jsp/key=news3258247.html

FĂĽr alle, die es interessiert, ist hier noch eine Mail von Ăśbersee-Records:
"Hallo zusammen,
normalerweise geht es bei uns immer um Musik, die Freude an
der Musik und alles, was damit zusammen hängt.
Die Frankfurter Rundschau nimmt sich heute auf Seite 1
allerdings den Schattenseiten an.
Unseren Mexikanern von PANTEÓN ROCOCÓ ist leider etwas
passiert, was mal wieder deutlich macht, dass es hierbei um
viel mehr geht, als politische Texte zum Besten zu geben!
Die Band wurde nachts auf einem Rastplatz in Neuruppin von
einer Gruppe "deutscher Jugendlicher" angegriffen.
Wie "deutsch" diese Jugendlichen nun genau waren, sei
dahingestellt. Das ist aber auch völlig egal,
schlieĂźlich ist es ja leider kein Geheimnis,
daĂź Ăśbergriffe vom rechten Rand an der Tagesordnung sind!

Das Problem liegt woanders, wenn sich PANTEÓN ROCOCÓ von der
Polizei als Aggressoren behandeln lassen mĂĽssen, sich
"die Jungs" im Gegensatz dazu der Vermittlung der Beamten
sicher sein können!
"Die Jungs" ist ĂĽbrigens O-Ton eines Polizisten ĂĽber die
Neuruppiner Jungendlichen. Ein Beamter wollte vermitteln,
indem er PANTEÓN ROCOCÓ bat auf eine Anzeige zu verzichten,
da die "Deutsche Reisegruppe" aus Neuruppin das auch tun
wĂĽrde.
Karin Ceballos Betancour hat sich ein umfassendes Bild
gemacht - hier geht's zum FR-Artikel.

Wie anders liest sich da doch die offizielle Meldung der
brandenburgischen Polizei.

Hasta siempre
Henning & die Ăśbersee-Crew
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Beitragvon Beate&Alberto » Do 20 Okt, 2005 19:53

Unglaublich!

@3x3: Dir heute abend viel SpaĂź. Wir haben die Gruppe gestern live erlebt. Mann oh mann......
War ehrlich klasse!
Alles ist möglich!!!
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Beitragvon tokrates » Do 20 Okt, 2005 20:56

Hier ist noch was bei uns in der Lokalpresse, da der Tourmanager aus Hagen kommt:


Filmemacher von Neo-Nazis angegriffen

Neuruppin/Hagen. 15. Oktober, gegen 5 Uhr, A 24, Richtung Berlin, Raststätte Linumer Bruch: Der Tourbus der mexikanischen Band "Panteo?n Rococo?" hält an. Einige Bandmitglieder steigen aus, um die Toilette zu benutzen und um sich ein wenig frisch zu machen.

Mit dabei ist auch der Hagener Stefan Schulte. Er begleitet die Band seit Jahren, drehte bereits einen Dokumentarfilm über "Panteo?n Rococo"?. Stefan Schulte erinnert sich: "Es war gegen 5 Uhr, als ich mit dem Tourmanager Richtung Toilette ging. Plötzlich tauchten sechs offensichtliche Neo-Nazis auf, waren auf Stunk aus, provozierten."

Schulte und Tourmanager Humberto Pereira seien umgedreht und in den Bus geklettert. Erst da sei aufgefallen, dass sich noch zwei Bandmitglieder im Toilettenbereich aufhielten. Also wieder raus. Die beiden Bandmitglieder seien von Nazis schon rüde beschimpft worden. Die sechs hätten weiter provoziert und Parolen wie "Verpisst euch" und "Haut ab aus Deutschland" gerufen. Selbst die Übermacht von 15 Mexikanern habe die sechs nicht beeindruckt. Plötzlich habe ein Deutscher eine Flasche gezückt und damit einen Band-Techniker verletzt. Er wurde ohnmächtig. "Wir haben uns gewehrt, es war Notwehr." Es kam zum Handgemenge, drei der sechs gingen zu Boden. Alle vier Verletzten mussten ambulant behandelt werden.

Die Mexikaner alarmierten die Polizei und teilten mit, dass sie zum nächsten Parkplatz fahren wollten, um auf die Beamten zu warten. Die kamen auch und setzten den Bus fest. "Wir hatten den Eindruck, als ob man uns zum Täter machen wollte. Worte wie "ihr seid Linke, aber deswegen muss man andere nicht schlagen, die eine andere Ideologie haben", seien gefallen.

Auch in der Polizeistation Neurupppin habe man die Band wie Täter behandelt. "Wir aber wollten bestätigt haben, dass wir Opfer waren", so Schulte. Nach Stunden sei von amtlicher Seite der Vorschlag gekommen auf eine Anzeige zu verzichten. "Die Jungs sehen auch von einer Anzeige ab." Davon aber will die Band nichts wissen. "Wir haben keine Schuld."

Die Neuruppiner Polizei spricht von einem "hochsensiblen Thema". Man habe Anzeigen von Amts wegen ausgesprochen. Je eine gegen jede Partei. Die sechs seien auch nicht dem harten Kern von Neonazis zuzuordnen. "Panteo?n Rococo?" und Stefan Schulte wollen die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Ein Anwalt ist eingeschaltet.
WR Hagen (man muss sich anmelden!!!)

GruĂź,
Tobi
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Beitragvon Sandra » Do 20 Okt, 2005 23:54

Ich bin entsetzt, erschüttert, wütend und traurig zugleich... und schäme mich unendlich für diesen abrundtief peinlichen Abschaum meiner ""Landsleute"": was sowohl für die "deutsche Gruppe von Jugendlichen" als auch für diese brandenburgischen "Polizisten" gilt!!!

Mir fehlen irgendwie die Worte... Furchtbar, dass so etwas ĂĽberhaupt passiert, aber noch furchtbarer, dass es auch noch seitens des Staates (indirekt) unterstĂĽtzt wird... :evil: :icon_sad :evil: :icon_sad
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Beitragvon 3x3 » Fr 21 Okt, 2005 7:51

hola mi gente !

eben zurĂĽck vom gestrigen konzert in Bern.

Einmal mehr "Rocking la casa"... Unbedingt empfehlenswert!!


Sind jedoch nur noch heute Freitag 21.10. in Basel/Kaserne und morgen 22.10 in Luzern im Kulturzentrum Boa zu sehen...

Also, macht euch auf die Socken, bald ist die Europatournee vorbei !!

gruess

marcos
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Beitragvon Tina » Mi 26 Okt, 2005 13:02

Hier ein weiterer Auszug aus einem Bericht von heute ĂĽber den Angriff auf die Panteons :icon_sad :

....."Noch werte man aus, ob die Beamten bei dem Vorfall Fehler begangen hätten, sagt Dörte Braun. Die Schilderungen von Panteón Rococó lassen daran keinen Zweifel. So musste sich der Busfahrer der Band einem Drogentest unterziehen, während die offensichtlich alkoholisierten Jugendlichen mit ihrem Wagen vor dem Krankenhaus und dem Polizeirevier umherfuhren. Erst über eine Stunde nach dem Geschehen und auf Nachfrage sollen an der Raststätte Zeugen befragt worden sein. Und schließlich riet der Polizeiführer der Band davon ab, Anzeige zu erstatten. In Pereiras Gedächtnisprotokoll liest sich die Aussage des Beamten so: »Die einen haben eine große Klappe gehabt (…) und, nun ja, haben dafür dann auch eins auf die Klappe bekommen. Dabei könnte man es doch belassen.« Und man solle doch bitte nicht hinterher zur Presse rennen und erzählen, die Polizei in Neuruppin bliebe in solchen Fällen untätig.
Dominique John von der Opferperspektive Brandenburg kritisiert die Polizei: »Die blocken ab, und dabei ereignen sich hier seit Ende letzten Jahres wieder gehäuft rechte Übergriffe.« Die Band erwägt inzwischen, Anzeige gegen die Polizei zu erstatten, denn die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen beide beteiligte Gruppen wegen gemeinschaftlicher schwerer Körperverletzung. »Dass man ab und zu an einer Tankstelle angemacht wird, wenn man ein St. Pauli-T-Shirt trägt, daran hab’ ich mich nach fünf Jahren Konzerten in Deutschland gewöhnt«, sagt Paco Barajas. »Aber die Polizei in Deutschland kam mir immer entspannter vor als in Mexiko. Die Leute in Neuruppin haben uns diese Illusion jetzt genommen.« .........."


* http://jungle-world.com/seiten/2005/43/6519.php
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Beitragvon tayfuna » Fr 28 Okt, 2005 21:02

Habe es erst gerade erfahren was Panteon da wiederfahren ist, ich weiß auch nicht ob ich wütend traurig oder einfach nur bestürzt sein soll, einfach alles......mir tut es so leid was da vorgefallen ist.......warum gibt es immer noch solche Idioten in unserem Land...warum? Ich verstehe es einfach nicht.....aber noch viel schlimmer finde ich den Umgang der Polizeri mit diesem Vorfall...das gibt es einfach nicht...von wegen demokratie...einige polizisten sollten wirklich von ihrem Amt entlassen werden, oder ist Deutschland wirklich korrupter als ich bisher angenommen habe????? Habe ja schon in meiner extrem linken Zeit einige Erfahrungen sammeln können, doch jetzt, als so ganz normal seriös erscheinende Blonde?????
Aber hamburg scheint mir da immer noch ein wenig liberaler zu sein.....ich bin eigentlich nur sprachlos...aber das ist ja auch nicht das Richtige......was kann man denn da machen????
Eigentlich YA Basta!!!!!
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Beitragvon tokrates » Mi 02 Nov, 2005 20:11

Hola,

ich habe hier noch das Gedächtnisprotokoll von Humberto Pereira zu den Vorfälllen von der Nacht vom 14ten auf den
15ten Oktober


In der Nacht vom 14ten auf den 15ten Oktober war ich in der Funktion des Tourmanagers
der mexikanischen Band PANTEĂ’N ROCOCĂ’ mit den Musikern und der Crew (insgesamt
20 Personen) in einem gelben Doppeldecker Nightlinerbus von unserem gerade absolvierten
Konzert in Potsdam auf dem Weg nach Kopenhhagen. Gegen 04:00 hielten wir auf der A24
an der Raststätte LINUMER BRUCHER Nord in Richtung Hamburg / Rostock in der Nähe
von Neuruppin, um eine kleine Pause einzulegen. Stefan Schulte (Merchandiser) und ich
verliessen den Bus, um die Toilette auf der Raststätte aufzusuchen. Als wir das
Raststättengebäude betraten, vernahmen wir sofort den Lärm einer Gruppe, die wir nachdem
wir zwei-drei Schritte in das Foyer der Raststätte tätigten auch sehen konnten. Es handelete
sich um sechs junge Männer, die sich im Eingangsbereich zu den Raststättentoiletten auf
Höhe des Trinkgeldtellers aufhielten und Bier tranken. Die Gruppe machte durch den
Aufenthaltsort den Eindruck, als ob sie Vertraute des Toilettenpersonals seien. Stefan und
ich wurden sofort von den sechs Männern, die augenscheinlich der rechten Szene
angehörten und stark alkoholisiert wirkten, gemustert. Dabei wurde uns klar, dass die
Gruppe auf Streit aus war. Wir machten sofort kehrt, da wir der Meinug waren, dass es
besser sei, wenn wir und der Rest unserer Reisegruppe erst gar nicht diese Toillettten
benĂĽtzen wĂĽrden. Wir wollten es erst gar nicht zu einer Eskalation kommen lassen. Beim
Verlassen der Raststätte, vernahm ich, dass uns aus der Gruppe heraus zugebrüllt wurde:
“Es ist auch besser so, wenn Ihr Euch verpisst, sonst hätten wir Euch eh nur hier
verprügelt.” Ein Mitglied, der sich im Toilettenbereich aufhaltenden Gruppe kam, als wir
die Raststätte verliessen, hinter uns her und rief uns hinterher: “Verpisst Euch!”
In der gesamten zeit haben wir kein Wort an die Gruppe gesprochen oder diese durch
Gesten oder Mimik provoziert.
Stefan Schulte und ich kehrten sofort zu unserem Tourbus zurück. Wir erklärten unserem
Busfahrer, Andre Romberg, dass es besser sei, sofort weiterzufahren, da im Toilettenbereich
eine scheinbar sehr aggressive Grupppe junger Neonazis auf Streit aus ist und wir
niemanden von uns dem aussetzen sollten. Bis zu diesem Punkt gingen Stefan und ich davon
aus, dass wir die ersten waren, die den Bus verlassen hatten und wir somit einfach
weiterfahren könnten. Ziemlich schnell, wurde uns aber klar, dass vor uns bereits Luis
Romero (Sänger) und Daniel Bardo (Toningenieur) den Bus verlassen hatten, um die
Toiletten aufzusuchen. Sofort began ich alle im Bus schlafenden aufzuwecken und
anzusprechen. Ich bat sie, mit mir erneut zu den Toilletten zu gehen, damit wir sicher sein
können, dass die beiden auf der Toilette befindlichen Mitglieder unserer Reisegruppe keiner
Gefahr ausgesetzt werden. Noch während ich dabei war die schlafenden Mitglieder in
unserem Tourbus zu wecken, vernahm ich Rufe von draußen, dass es in der Raststätte, wie
befĂĽrchtet, zu Ăśbergriffen zu kommen schien. Ich verliess sofort den Bus und rannte zum
Raststätteneingang. Kurz vor der Raststätte begegnete ich Luis Romero, der mir kurz
berichtete, dass er im Toilettenbereich von den sechs Männern festgehalten worden war,
sich aber mit einem Ellenbogenschlag hatte losreissen können. Allerdings wurde Daniel
Bardo weiterhin festgehalten, wie Luis erklärte. Zeitgleich versammlten sich immer mehr
Mitglieder unserer Reisegruppe im Foyer der Raststätte, um der aggressiven Gruppe
deutlich zu machen, dass es keinen Sinn macht sich mit einzelnen Mitglieder unserer
Gruppe anzulegen, weil wir einfach in der Ăśberzahl waren.
Als ich die Raststätte betrat, konnte ich für einen kurzen Augenblick noch sehen, wie Daniel
versuchte sich von Mitgliedern der aggressiven Gruppe, die ihn festhielten, zu entfernen,
was ihm dann auch gelang. Danach war fĂĽr uns alle klar, dass wir sofort wieder die
Raststätte verlassen wolltenund es gar nicht auf die kontinuierlich auf uns einparasselnden
Beleidigungen (“Verpisst Euch!” “Raus Hier” “Geht Da Hin Wo Ihr Hergekommen Seid”
…) reagieren werden. Während wir versuchten das Raststättengebäude zu verlassen, in der
sich zu dem Zeitpunkt noch mind. 15 Personen in Mc Donalds und AXXE Restaurant
aufhielten, wurden immer wieder Personen aus unserer Gruppe stark geschubst und
angeschrien (“Raus, Raus, Raus, Raus!!!” “Geht da hin wo ihr hergekommen seid!” …). Zu
dem Zeitpunkt waren bereits ca.15 Personen aus unserer Gruppe zugegen. Unsere Gruppe
verhielt sich die gesamte Zeit passiv und versuchte sich nicht provozieren zu lassen. Ruhig
versuchten wir zu unserem Bus zu gelangen. Die sechs Männer folgten uns und liessen auch
ausserhalb der Raststätte nicht von einzelnen Mitglieder der Grupppe ab, so wurde u.a.
Rodrigo Bonilla, Zanoni Blanco und Francisco Gonzales Barajas regelrecht von einzelnen
verfolgt und immer wieder geschubst. Rodrigo wurde von einem aus der Gruppe
herausstechenden Mannn immer wieder angegriffen. Dieser tat sich als aggressivstes
Mitglied der Gruppe hervor und wirkte wie ein WortfĂĽhrer. Bekleidet war dieses Mitglied
mit einem weißen Kapuzenpullover und ihm fehlten zwei Schneidezähne.
Als wir bereits kurz vor unserem Tourbus standen, liessen die Ăśbergriffe auf uns, obwohl
wir diese bis zum diesem Zeitpunkt nicht erwiedert hatten, nicht ab. Im Gegenteil von
Moment zu Moment steigerte sich die Aggresivität gegen uns. Franicso Barracas wurde von
dem Mann im weiĂźen Kappuzenpullover mit der Faust zwei Mal gegen den Kopf geboxt
und ein anderer mit Kurzharrschnitt, einem Bart (ohne Koteletten) und einer grauen Jacke
bekleideter Angreifer schleuderte eine weiĂźe Flasche mit einer braunen FlĂĽssigkeit gegen
Alfredo Enciso. Die Flasche traff Herrn Enciso 10 cm unter der rechten Achsel am
Brustkorb und zerschellte an seinem Körper. Alfredo fiel zu Boden und wurde von uns
sofort in den Bus gebracht, wo er an schwerer Atemmnot litt. Alfredo ist im Bus dann in
Ohnmacht gefallen und nach dem er wieder zu sich gekommen war, erlitt er eine Art
“Krampfanfall”.
Nachdem Alfredo zu Boden gegangen ist, ging ich in den Bus, um die Polizei zu alarmieren.
Insgesamt habe ich die Polizei zwei Mal von der Raststätte angerufen, da das Handynetz
unter Störunngen litt. Ich habe ebenfalls einen Krankenwagen verständigt, da sich der
Zustand von Alfredo zu verschlechtern schien.
Zeitgleich eskalierte drauĂźen die Situation, da sich der Angreifer im weiĂźen
Kapuzenpulllovver auf Yussafa Farfan gestĂĽrzt und ihn zu Boden geworfen hatte. In dem
Augenblick wurde es nach Aussagen der Anwesenden drauĂźen dringend notwendig sich zu
verteidigen, um Schlimmeres zu verhindern. Ich selbst konnte es nicht sehen, da ich im Bus
mit der Polizei sprach. Als die Angreifer endlich von uns liessen, beziehungsweise verletzt
am Boden lagen, konnten alle Mitglieder endlich in den Tourbus einsteigen, um den
Gefahrenbereich schnellstmöglich zu verlassen. Ich habe die Polizei von diesem Schritt
unterrichtet und ihnen auch gesagt, dass wir am nächsten Parkplatz wieder halten würden,
um dort auf einen Krankenwagen zu warten. Als wir auf dem nächsten Parkplatz hielten, rief
ich erneut die Polizei, um ihnen unseren genauen Standort mitzuteilen. Ich fragte dabei
aucch den Beamten am Telefon, ob sie den Polizei zur Raststätte geschickt hätten, um die
Angreifer festzunehmen. Als Auskunft sagte man mir, dass man drei Streifenwagen zum
Tatort geschickt hätte.
Nach ca. 20 Minuten traf auf dem Parkplatz der erste Streifenwagen ein, gefolgt von zwei
weiteren. Die Streifenwagen positionierten sich vor, neben und hinter unserem Tourbus. Ich
hatte den Eindruck, dass uns die Polizei von vorne herein am Weiterfahrenn hindern wollte.
Eine Polizeibeamtin sprach mich sofort an und sagte mir, dass sie sofort alle unsere Pässe
haben wollten. Als ich ihnen erklärte, dass ich nach einem Krankenwagen verlangt hatte.
Bevor dieser nicht eintreffen wĂĽrde, wĂĽrden wir uns auch anderweitig nicht kooperativ
zeigen. NatĂĽrlich protestierte ich ebenfalls und machte darauf aufmerksam, daĂź wir soeben
Opfer eines Ăśbergriffes worden waren. Ein zweiter Beamter (groĂź, blond mit
Kurzhaarschnitt) erklärte dann, dass das alles nicht so einfach sei. Wir würden der schweren
Körperverletzung beschuldigt und die Sachlage sei doch eigentlich klar. Der Beamte konnte
sich nicht vorstellen, dass sich sechs Personen mit 15 oder mehr anlegen wĂĽrden, wie er uns
sagte. Ausserdem seien von den sechs ja drei “schwer” verletzt worden, wobei wir “nur”
einen “leicht” verletzten zu beklagen hätten. Desweiteren erklärte uns der Beamte, dass er
der Meinung ist, dass wir die Gruppe verprügelt hättten, da sie eine andere Ideologie
verfolgen würden. Dem selben Polizeibeamten erklärte ich, dass es ja Zeugen an dem Tatort
gegeben hätten, zum einen die Kunden und das Personal des Mc Donald und des AXXE
Restaurants und zudem war eine Frau im Toilettenbereich zugegen, die sich in einem
Zimmer neben dem Eingangsbereich zu den Toiletten aufhielt. Ich machte den Beamten
drauf aufmerksam das es sich hier vermutlicherweise, um die Reinemachefrau des
Toilettenbereichs handeln könnte. “In der Regel braucht man diese Personen nicht zu
befragen, da die sowieso nie etwas gesehen haben wollen” entgegnete mir der Beamte. Als
ich ihn fragte, ob sie denn diese Personen überhaupt befragt hätten, schwieg dieser. Nach
ungefähr zwei Minuten kam ein Kollege des Polizeibeamten und sagte ihm, dass er jetzt
wohl mal lieber zurück zur Raststätte fahren werde, “um mal zu schauen, ob noch Leute da
seien, die was mitbekommen haben könnten”. Da war die Tat schon über 1 Stunde
vergangen!
Ungefähr 15 Minuten nachdem die Polizei eingetroffen war, traf auch ein Krankenwagen
ein. Zwei Sanitäter traten aus dem Krankenwagen und wurden zu Alfredo gführt. Ich bin
während der kurzen Untersuchung wieder aus dem Bus gestiegen und musste feststellen,
dass neben dem Krankenwagen, ca. 3 Meter vor dem vor unserem Bus stehenden
Streifenwagen, drei der Angreifer standen und uns beobachteten. Ich konnte nicht sehen, ob
diese von der Polizei begleitet wurden. Ich gehe aber davon aus, dass sie dem
Krankenwagen in einem privaten PKW gefolgt waren, da sich herrausstellte, daĂź sich in
dem Krankenwagen die restlichen drei Angreifer befanden, um zum Krankenhaus gefahren
zu werden. Die Sanitäter sagten Alfredo zwar, dass er auf jeden Fall ins Krankenhaus
gebracht werden sollte, aber allerdings auf einen zweiten Krankenwagen warten mĂĽĂźte, um
ihn nicht mit den “anderen in´s Krankenhaus zu fahren”.
Der zweite Krankenwagen traf ca. 20 Minuten nach dem Ersten ein und brachte ihn ins
Krankenhaus. Ich begleitete Alfredo.
Ich habe allerdings noch mitbekommen, wie der blonde Polizeibeamte unseren Busfahrer
einem Drogentest unterziehen wollte, da angeblich seine Pupillen eine merkwĂĽdige
Reaktion zeigten.
Ich habe diesen Test in dem ganzen Kontext als reine Schikane empfunden Der Test wurde
in meiner Abwesenheit vor Ort durchgefĂĽhrt und fiel negativ aus.
Im Neurupiner Klinikumm trafen Alfredo und ich erneut auf die Angreifer, die ohne
Polizeibegleitung mit 5 oder 6 Personen im Eingangsbereich standen und Bier tranken.
Während des Krankhausaufenthaltes wurde ich von Stefan Schulte informiert, dass der Bus
mit samt aller Insassen zur Polizeiwache inn Neuruppinn fahren muss.
Nach der Untersuchung bat ich im Krankhaus um ein Taxi. Zeitgleich wurde ich von der
Polizeidirektion auf meinem Handy angerufen. Der Beamte am Telefon fragte, ob wir fertig
sein. Ich bejahte und erklärte, dass wir uns gerade ein Taxxi haben rufen lassen, um zur
Polizweiwache gefahren zu werden. Daraufhin sagte mir der Beamte, dass wir kein Taxi
nehmen sollen, weil wir auf jeden Fall mit einem Streifenwagen abgeholt werden.
An der Polizeiwache angekommen wurden Alfredo und ich sofort in die Wache
hereingeholt. Im Innenraum der Wache erklärte man uns dann, dass wir erst Mal nichts
aussagen müssten. Das ich aber, wenn wir das alles vereinfachen möchte, einfach in den
Tourbus gehen und alle befragen solle, wer “den anderen die Flasche auf den Kopf
geschlagen hat”. Erst da habe ich erfahren, dass die Angreifer mit einer Flasche am Kopf
verletzt wurden.
Kurze Zeit später kam der Polzeibeamte, der mir gesagt hat, dass ich rauskriegen soll, wer
von uns die Flasche geschmissen hat, mit einer Kollegin an unseren Tourbus. Dieser stellt
sich Stefan Schulte, Andre Romberg und mir als PolizeifĂĽhrer vor, Seine Kollegin, die auch
bereits am Parkplatz mit anwesend war, bat mich zuerst Alffredo zu fragen, ob er eine
Anzeige wegen Körperverletzung erstatten möchte. Als der dies bestätigte, began uns der
“Polizeiführer” zu erklären, was das für uns bedeuten würde: “Sehen sie wenn sie eine
Anzeige machen, dann bedeutet das, dass wir hier die komplette Maschinerie in Gang setzen
mĂĽssen. Alle 15 von ihnen beteiligten Personen mĂĽssten sofort eine Aussage machen, weil
wir dann natĂĽrlich auch schauen mĂĽssen wer die Flasche von Ihnen geschmissen hat. Das
dauert natürlich, weil wir einen Übersetzer benötigen. Das kann dann gut den ganzen Tag
dauern und sie haben ja gerade gesagt, dass sie noch ein Konzert in Kopenhagen spielen
mĂĽssen.
Sehen sie, die Jungs verzichten auf eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung gegen
sie, dabei könnten wir es doch auch belassen.
Sie müssen das so sehen: Da gibt es zwei Gruppen – eine linke und eine rechte. Die einen
haben eine groĂźe Klappe gehabt und haben sich mit der anderen angelegt und nun ja, haben
dafür dann ja auch einen auf die Klapppe bekommen. Dabei könnte man es doch belassen.”
Weiterhin erklärte er uns während seiner Ausführungen, dass es sich “ganz klar um eine
politisch motivierte Straftat” handeln würde und, dass einer der Angreifer der Polizei bereits
bekannt sei.
Stefan Schulte und ich protestierten vehement gegen die AusfĂĽhrungen und verstanden diese
als versuch uns von einer Anzeige abzubringen. Wir mussten mind. 30 Minuten mit dem
“Polizeiführer” vehement diskutieren, bis der zusagte, dass wenigstens Stefan Schulte und
ich eine Zeugenaussage machen dĂĽrfen.
Weiterhin erklärte der Polizeiführer, dass seine Polizeidienstselle es nicht gut finden würde,
wenn wir am nächsten Tag “nach Hamburg fahren und bei RTL sagen würde, dass die
Polizei in Neuruppin bei solchen Vorfällen untätig bleiben würde”.
Während dessen konnte man immer wieder einzelne Mitglieder der angreifenden Gruppe
sehen, wie sie vor der Polizeiwache spazierten, saĂźen und ein und ausgingen als ware
nichts geschehen. Ich hatte nicht den Endruck, dass sie unter gleichen Beobachtung standen
wie wir.
Nach meiner Aussage erkannte denjenigen der die Flasche auf Alfredo ENCISO geworfen
wieder. Er befand sich vor der Polizeiwache und urinierte in ein Blumenbeet. Ich
verständigte den Beamten der meine Aussage aufgenommen hat, darüber, dass ich mir
100%ig sicher bin, dass es sich beii dder Person um den Angreif mit der Flasche handelt.
Vor der Polizeiwache zeigte in Gegenwart zwei Mal mit dem Finger auf die Person, die in
dem Momennt auf den Stufen der Polizeiwache gesetzt hatte.
Von einer Anzeige haben wir erst einmal abgesehen, da wir befĂĽrchten mussten, wie
angedroht, den ganzen Tag auf der Polizeiwache festgesetzt zu werden. Gegen 13:00 Uhr
durften wir die Polizeiwache verlassen und unsere Reise nach Kopenhagen fortsetzen.
Humberto Pereira
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neue CD von Panteon Rococo

Beitragvon tokrates » Do 12 Jan, 2006 22:00

Hola,

mittlerweile gibt es eine neue Live CD und DVD von Panteon Rococo in Mexico zu kaufen! Auf der CD sind 18 Songs des Konzertes des 10jährigen Jubiläums, welches im FARO Oriente stattfand. Auf der CD sind folgende
Lieder:

1. Dime
2. La Ciudad de esperanza
3. Reality shock
4. Páralo
5. Gente reacciĂłn
6. Xeno
7. Asesinos - Punk - o
8. Mercenario
9. No te detengas
10. CĂşrame
11. Pecho tierra
12. Centerfold blues - La rubia y el demonio
13. La cumbia del olvido
14. Cosas del ayer - Punk - o
15. Esta noche
16. La dosis perfecta
17. La carencia

Auf der DVD sind folgende Lieder: (Quelle http://www.panteonrococo.de/deutsch/index.htm)
1. DĂ­me
2. La Ciudad de la esperanza/Flavio (ex-Fabulosos Cadillacs) bei einer Fassung von "Mal bicho"
3. Marcos hall
4. Reality shock
5. Rede von LuĂ­s
6. Páralo
7. Gente reacciĂłn
8. Xeno Rede von LuĂ­s
9. Asesinos/Punk 1 Rede von LuĂ­s
10. Mercenario (neues StĂĽck)
11. Buscándote
12. No te detengas
13. Cúrame mit Rocco (Sänger von la Maldita Vecindad)
14. Pecho tierra Rede von LuĂ­s
15. Cumbia del olvido Rede von LuĂ­s
16. Cosas del ayer/Punk 2 mit Odisea am Mikro
17. La rubia y el demonio
18. Tu recuerdo y yo
19. Esta noche
20. La dosis perfecta (Flavio am Bass)
21. Fugaz en acustico (Flavio an der Guitarre)
22. Nada pasĂł (mit Sax von la Maldita Vecindad)
23. La carencia
24. La consentida (mit Batucada)

Jetzt meine Frage: Kennt irgendjemand eine Adresse im Internet, bei dem ich die DVD bestellen kann (fĂĽr nicht horrende Versandkosten)?

GruĂź
Tobi
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Webseite

Beitragvon Christa » Di 31 Jan, 2006 1:50

FĂĽr alle Fans, die es noch nicht wissen:

Es gibt ein deutsche Website:
http://www.panteonrococo.de/deutsch/index.htm

und die mexikanische ist auch völlig neu:
http://www.panteonrococo.com/Prncpal.php

Viel SpaĂź,
Peter.
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Interview mit PanteĂłn RococĂł vom 14. Juli 2006

Beitragvon Christa » Mi 16 Aug, 2006 23:47

Interview mit PanteĂłn RococĂł vom 14. Juli 2006

Vor ihrem Konzert auf dem Schlossplatz in Oldenburg stellten sich
Luis (Gesang), Dario (Bassist) und Tanis (Percussion) von PanteĂłn
RococĂł unseren Fragen.

Ihr seid jetzt bereits zum vierten Mal in Oldenburg. Gefällt es Euch
hier so besonders gut?

Luis: Als wir zum ersten Mal eine Tour durch Europa gemacht haben,
hatten wir nie gedacht, dass Deutschland eines der Länder ist, wo
unsere Auftritte am Besten angenommen werden. Jetzt sind wir, wie Du
sagst, das vierte Mal hier in Oldenburg. KĂĽrzlich haben wir in Kassel
zum fünften Mal gespielt und so gibt es einige Städte die wir immer
wieder aufsuchen, wo es Leute gibt, die zu den Konzerten kommen und
die Band mögen.

Dario: Und wir hoffen, dass die Leute sich nicht langweilen, auch
wenn wir so oft kommen (lachen).

Ihr habt nicht ĂĽberall so gute Erfahrungen gemacht. Letztes Jahr seid
Ihr in Deutschland ĂĽberfallen worden. Wie war das?

Luis: Also, wir sind damals von Potsdam nach Kopenhagen gefahren und
haben an einer Autobahnraststätte in der Nähe von Neuruppin
angehalten. Dort wurden wir von sieben Personen mit rassistischen
Parolen angegriffen, wie "Haut ab!", "Was wollt ihr hier?" oder "Das
hier ist nur fĂĽr Deutsche!". Das war eine schlechte Erfahrung, aus
der wir sehr viel gelernt haben. Wir glauben es ist wichtig, was uns
passiert ist, weil wir bis dahin immer die schönen Seiten kennen
gelernt haben und dieses Mal haben wir halt auch die schlechte,
dunkle Seite kennen gelernt und das hilft uns auch dabei etwas
vorsichtiger zu sein. DarĂĽber hinaus haben wir auch mehr ĂĽber
Rassismus und Faschismus hier gelernt, die nicht nur Probleme in
Europa sind, sondern auch in Mexiko, Argentinien oder Chile.

Tanis: Viele Leute haben auf der Homepage von PanteĂłn geschrieben,
dass es ihnen Leid tut und sie hoffen, dass wir trotzdem nach
Deutschland zurĂĽckkommen werden. Wir haben sehr viel darĂĽber
nachgedacht und glauben, dass es ein Problem ist, dass nicht nur
Deutschland betrifft, sondern die ganze Welt. Auch in Mexiko gibt es
viele rassistische Menschen, die die indigene Bevölkerung sehr
abschätzig behandeln.

Dario: Ich glaube es ist wichtig die Angriffe der Neo-Nazis zu
erwähnen, aber gleichzeitig auch die Aggression die von Seiten der
Polizei kam. Wir haben damals die Polizei gerufen, um den Angriff
anzuzeigen und die Polizei kam, aber war die ganze Zeit gegen uns.
Die Nazis waren auf der StraĂźe und betranken sich weiter und die
Polizei umstellte unseren Tourbus und verlangte unsere Pässe. Wir
endeten dann auf der Polizeiwache und kamen letztlich mit acht
Stunden Verspätung bei unserem nächsten Auftritt an. Es ist sehr
wichtig zu sehen, dass die Polizei nie eingesehen hat, dass wir aus
rassistischen GrĂĽnden angegriffen wurden. Die Polizei stellte das als
normalen Konflikt zwischen linken und rechten Jugendlichen dar, wie
es in Deutschland ĂĽblich ist. Aber in Wirklichkeit war es ein
rassistischer Angriff gegen uns. Die Deutschen, die uns begleiteten,
unser Fahrer und einige Techniker, verstanden das sehr gut und
bestätigten das auch gegenüber der Polizei. Aber es gab uns letztlich
ein schlechtes GefĂĽhl nach dem Angriff der Neo-Nazis auch noch die
Aggression der Polizei mitbekommen zu haben.

Ja, schön, dass Ihr trotzdem wieder da seid. Ihr habt auf dieser Tour
auch ein politisches Anliegen und macht verschiedene Aktionen, auch
hier in Oldenburg. Vor allem geht es dabei um die Geschehnisse in
Atenco. Was ist da genau passiert?

Dario: In Atenco erleben wir die Repression der mexikanischen
Regierung. Es war ein Angriff der Polizei gegen BlumenvekäuferInnen
und Menschen aus dem Dorf Atenco. Ich glaube bis jetzt gab es allein
in Atenco zwei Tote. Zwei Jugendliche, ein Kind und ein SchĂĽler sind
getötet worden. Und nicht nur in Atenco, sondern auch in
Oaxaca gibt es Repression gegen streikende LehrerInnen.

Tanis: Die Angriffe der Regierung in Atenco waren direkt gegen die
zapatistische
"Andere Kampagne" gerichtet, die ja gerade sehr stark
wächst. Das ist ein Signal der Regierung. Wie Dario schon sagt, es
gab zwei Tote. Aber die Polizei war noch brutaler mit den Frauen, es
gab 28 Vergewaltigungen von Frauen in Polizeigewahrsam. Das Ziel der
Polizei waren die Frauen, und das tat sehr weh, nicht nur den
Menschen in Atenco, sondern in ganz Mexiko.

Luis: Einige der misshandelten Frauen waren internationale
Beobachterinnen. Darunter waren Fotografinnen fĂĽr verschiedene
ausländische Medien, eine Chilenin, zwei Spanierinnen und eine
Kanadierin, die sexuell missbraucht und 2-3 Tage später abgeschoben
wurden. In Mexiko sind gerade Wahlen. Es gab eine Wahl, die mit einem
Wahlbetrug endete, mit dem sich die Ultra-Rechte an der Macht
installierte, ohne die Stimmen der Bevölkerung zu berücksichtigen. In
Mexiko herrscht derzeit ein Klima der Unsicherheit, der Repression
und der Gefahr. Die Menschen haben Angst auf die StraĂźe zu gehen, um
anzuklagen was gerade passiert. Sie schlagen die Leute auf der
StraĂźe, so wie in den 60er oder 70er Jahren, als die
lateinamerikanischen Diktaturen eine schlimme Repression ausĂĽbten.

Dario: Auf dieser Tour sehen wir uns als Teil der zapatistischen
"Anderen Kampagne". Wir haben die Sechste Erklärung aus dem
lakandonischen Urwald unterzeichnet, die von der EZLN veröffentlicht
wurde. Auf dieser Tour arbeiten wir mit Zusammenhängen wie dem "Ya
Basta Netz" zusammen und mit Kollektiven, die Soli-Arbeit zu Atenco
oder Oaxaca machen. Wir haben einige Aktionen gemacht, als Antwort
darauf, was gerade in Mexiko geschieht: Am 2.Juli als die Wahlen
stattfanden haben wir an einem Protest vor der mexikanischen
Botschaft in Berlin teilgenommen, wo viele Leute kamen. Der nächste
Präsident, die nächste Regierung kam mit einem Wahlbetrug an die
Macht, aber das mexikanische Volk will das nicht mehr. Wir wĂĽnschen
uns, dass die Leute hier Druck auf ihre Regierung ausĂĽben. Auch damit
sie nicht VerbĂĽndete sind mit den Kriminellen, die in Lateinamerika
und speziell in Mexiko regieren. Die Steuern die wir bezahlen sollen
nicht dieser Regierung dienen, die damit zum Beispiel die Repression
in Atenco finanziert.

Es werden heute auch Unterschriften gesammelt. Was sind da die
Forderungen? Luis: Die Leute aus den Gruppen in Europa, oder
speziell hier in Deutschland, die zu dem Thema Zapatismus arbeiten,
waren meistens schon dort in Chiapas und kennen die politische
Situation. Wir wollen, dass die Leute sehen, was in Mexiko geschieht.
Es ist sehr schwierig, das ĂĽber Unterschriften zu erreichen. Aber es
ist sehr wichtig, dass die Leute hier anfangen Druck auf ihre
Regierung auszuĂĽben, damit diese nicht VerbĂĽndete der kriminellen
Regierung in Mexiko ist. Das ist die Idee. Und sie ist sehr nahe an
der zapatistischen Idee, um endlich die jahrelange Korruption in
Mexiko zu beenden. Das ist eine schwierige Aufgabe, weil das ein
Mexiko ohne jegliche politische Parteien bedeuten wĂĽrde, die sehr
mächtig sind und alles kontrollieren.

Tanis: Wir denken vielleicht ist es etwas schwierig, aber alle
politischen Bewegungen sollten zusammen auf ein Ziel hinarbeiten, sei
es mit Unterschriftensammlungen, Konzerten oder Demonstrationen.
Heute ist PanteĂłn RococĂł in Deutschland bekannt und die Leute wissen,
dass unsere Texte politisch sind. Wir kommen hierher, damit die Leute
tanzen und sich freuen. Aber es wird die Zeit kommen da werden wir
sie um ihre UnterstĂĽtzung bitten, um etwas gegen diese illegale
Regierung zu tun, die sich gerade in Mexiko an der Macht installiert.

Vielen Dank für das Gespräch.
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Beitragvon wolfmex » Do 17 Aug, 2006 1:20

Das passt eher ins Politikforum. :icon_rolleyes :icon_razz
Si se purificaran las puertas de la percepcion, todas las cosas resultarĂ­an infinĂ­tas para el hombre (y si no, pues no)!
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Beitragvon Honka » Do 17 Aug, 2006 7:46

Klares Jein! :lol:
Denke, das kann man so stehen lassen, werde mich aber mit O. kurzschlieĂźen!
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Beitragvon Christa » Do 17 Aug, 2006 8:30

Hallo Honka,
wenn Verschieben angesagt ist, kein Problem. War mir selbst unsicher ob ich es in Musik, Politik oder Menschenrechte setzten sollte.
Dachte nur, da in dem Interview auf die Angriffe vom letzten Jahr Bezug genommen wurde (weiter oben in den Beiträgen steht dazu etwas), wäre das Interview hier richtig.
Wie gesagt, wenn Du verschieben möchtest- Kein Problem.

Liebe GrĂĽĂźe
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Beitragvon oliver » Di 22 Aug, 2006 9:27

Kann auch mit einem klaren JEIN antworten. Als Fan der Gruppe wĂĽrde ich das Interview hier lesen wollen.
Objektiv betrachtet gehörts in Politik und Menschrenrechtslage und doch würde ich es hier belassen... es besteht eine direkte Verknüpfung zu diesem Subforum und darüber werden Leute angesprochen, die sonst vielleicht weniger in den Subforen Politik und Menschenrechtslage stöbern.

Würde gerne mehr von der Gruppe hören. iTunes bietet aber keine CD zum Kauf an. (Finde nur ein Lied auf der CD "Ofrenda a Rockdrigo Gonález)

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Beitragvon Honka » Di 22 Aug, 2006 9:38

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