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Gewalt gegen Frauen in Ciudad Juárez: 2003/2004

Menschenrechtslage in Mexiko, Chiapas... - Situación del derecho humano
en México, Chiapas...

Moderatoren: Christa, Nerina, ModerationML

Petition von amnesty international

Beitragvon Christa » Fr 20 Feb, 2004 18:48

Petition

Lic. Vicente Fox Quesada
Presidente de los Estados Unidos Mexicanos
Residencia Oficial de "Los Pinos"
Col. San Miguel Chapultepec
México D.F., C.P. 11850
MEXIKO
Berlin, _________2003


Sehr geehrter Herr Präsident,

In den beiden mexikanischen Städten Ciudad Juárez und Chihuahuasind seit 1993 über 370 junge Frauen und Mädchen ermordet worden. Mindestens ein Drittel von ihnen war vor ihrem Tod massiver sexueller Gewalt ausgesetzt. Ihre Leichen werden in vielen Fällen erst Monate oder Jahre später hinter Müllbergen oder in menschenleeren Gegenden am Stadtrand aufgefunden. Zahlreiche weitere Frauen sind bis heute „verschwunden“ – die Behörden sprechen von 70, zivile Organisationen sogar von 400 spurlos „Verschwundenen“.
Der Großteil dieser Verbrechen wurde bis heute nicht aufgeklärt – für amnesty international (ai) kommt das Versagen der mexikanischen Behörden, etwas gegen die Morde zu unternehmen einer stillschweigenden Duldung gleich. Vor diesem Hintergrund fordere ich Sie auf, effiziente und umfassende Untersuchungen aller Fälle anzuordnen, in denen Frauen in Ciudad Juárez „verschwunden“ sind oder ermordet wurden, und die dafür Verantwortlichen zu bestrafen;

Hochachtungsvoll,

Name, Vorname ..................Adresse................................Unterschrift
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10.

Petition bitte bis zum 31.05.2004 zurück an:
amnesty international, Kampagnen und Aktionen,
Postfach 580 161, 10411 Berlin
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)
Christa
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300 Frauenmorde in Mexiko werden zur Staatssache

Beitragvon Christa » Fr 20 Feb, 2004 19:17

Weltspiegel

300 Frauenmorde in Mexiko werden zur Staatssache

CIUDAD JUAREZ. Von der mexikanischen Regierung wurde nun eine Sonderstaatsanwältin zur Aufklärung von 300 Morden an Frauen in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez eingesetzt.

Die 40-jährige Maria Lopez Urbina hat keine leichte Aufgabe vor sich. Die Frauen, die in einem Zeitraum von elf Jahren ermordert wurden, stammten meist aus ärmlichen Verhältnissen - was nach Ansicht von Kritikern dazu beigetragen hat, dass lange Zeit nicht ernsthaft ermittelt wurde. Zwar gibt es einen verurteilten Täter, und mehrere weitere Männer sitzen in Untersuchungshaft. Aber die Beweislage gegen sie ist dürftig.
Die Spurensicherung war in den meisten Fällen schlampig.

Dafür wurden Geständnisse nach Aussage von Anwälten durch Folter erpresst, um die Mordfälle schneller zu "lösen".
Schweres Geschütz gegen die regionale Staatsanwaltschaft in Ciudad Juàrez fährt deren früherer Chefsachverständiger Oscar Maynez auf, der im Februar 2002 das Handtuch warf.
Er berichtet, dass seine Vorgesetzten vom ihm verlangten, falsche Indizien zu streuen, um die "Überführung" einiger Tatverdächtiger zu erleichtern.

Die Journalistin Diana Washington Valdez von der "El Paso Times", die demnächst ein Buch zu dem Thema veröffentlichen will, sieht mächtige Interessen am Werk und glaubt an Verbindungen zwischen den Frauenmördern und mexikanischen Politikern.

Eine effiziente Aufklärungsarbeit wurde bisher vor allem von einem Netz der Korruption verhindert.
Ciudad Juàrez ist eine Stadt, in der die Drogenmafia längst die örtliche Polizei unterwandert hat.
Die Generalsekretärin von Amnesty International, Irene Khan, bezeichnete die mexikanische Justiz im vorigen Jahr als ein "verrottetes System".

Die neue Sonderermittlerin Urbina kann aus ihrer vorherigen Tätigkeit als Beauftragte der Bundesanwaltschaft im nordmexikanischen Staat Coahuila aber einige Erfolge im Kampf gegen die organisierte Kriminalität vorweisen.
"Sie scheint genau der Typ von Frau zu sein, den man für solch eine titanische Aufgabe braucht", ist Oscar Maynez überzeugt.
Auch die Mütter der Ermordeten schöpfen nach ihren ersten Begegnungen mit der Chefaufklärerin jetzt wieder Hoffnung.

OÖNachrichten vom 21.02.2004

Quelle:
http://www.nachrichten.at/weltspiegel/2 ... dbe7a3e54a
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300 Frauenmorde in Mexiko werden zur Staatssache

Beitragvon Christa » Fr 20 Feb, 2004 19:17

Weltspiegel

300 Frauenmorde in Mexiko werden zur Staatssache

CIUDAD JUAREZ. Von der mexikanischen Regierung wurde nun eine Sonderstaatsanwältin zur Aufklärung von 300 Morden an Frauen in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez eingesetzt.

Die 40-jährige Maria Lopez Urbina hat keine leichte Aufgabe vor sich. Die Frauen, die in einem Zeitraum von elf Jahren ermordert wurden, stammten meist aus ärmlichen Verhältnissen - was nach Ansicht von Kritikern dazu beigetragen hat, dass lange Zeit nicht ernsthaft ermittelt wurde. Zwar gibt es einen verurteilten Täter, und mehrere weitere Männer sitzen in Untersuchungshaft. Aber die Beweislage gegen sie ist dürftig.
Die Spurensicherung war in den meisten Fällen schlampig.

Dafür wurden Geständnisse nach Aussage von Anwälten durch Folter erpresst, um die Mordfälle schneller zu "lösen".
Schweres Geschütz gegen die regionale Staatsanwaltschaft in Ciudad Juàrez fährt deren früherer Chefsachverständiger Oscar Maynez auf, der im Februar 2002 das Handtuch warf.
Er berichtet, dass seine Vorgesetzten vom ihm verlangten, falsche Indizien zu streuen, um die "Überführung" einiger Tatverdächtiger zu erleichtern.

Die Journalistin Diana Washington Valdez von der "El Paso Times", die demnächst ein Buch zu dem Thema veröffentlichen will, sieht mächtige Interessen am Werk und glaubt an Verbindungen zwischen den Frauenmördern und mexikanischen Politikern.

Eine effiziente Aufklärungsarbeit wurde bisher vor allem von einem Netz der Korruption verhindert.
Ciudad Juàrez ist eine Stadt, in der die Drogenmafia längst die örtliche Polizei unterwandert hat.
Die Generalsekretärin von Amnesty International, Irene Khan, bezeichnete die mexikanische Justiz im vorigen Jahr als ein "verrottetes System".

Die neue Sonderermittlerin Urbina kann aus ihrer vorherigen Tätigkeit als Beauftragte der Bundesanwaltschaft im nordmexikanischen Staat Coahuila aber einige Erfolge im Kampf gegen die organisierte Kriminalität vorweisen.
"Sie scheint genau der Typ von Frau zu sein, den man für solch eine titanische Aufgabe braucht", ist Oscar Maynez überzeugt.
Auch die Mütter der Ermordeten schöpfen nach ihren ersten Begegnungen mit der Chefaufklärerin jetzt wieder Hoffnung.

OÖNachrichten vom 21.02.2004

Quelle:
http://www.nachrichten.at/weltspiegel/2 ... dbe7a3e54a
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)
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Beitragvon Clara » Fr 20 Feb, 2004 22:36

Sag mal christa,
es gibt hier ja auch Menschen, die andere gegen Geld oder sonstige Versprechen über die Grenze locken.

Gibt es dort Hinweise auf so eine Person?
Das ist ja wahrlich nicht mehr feierlich mit diesen Morden.
Das kann doch nicht sein, dass da 370 junge Frauen verschwinden,
als hätte es sie nie gegeben?

Wo sind die Leichen? Wurden die gefunden? Wasist an ihnen auszumachen gewesen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mörder auf der Mexikanischen Seite zu suchen sind. Wenn arbeiten da welche zusammen. Grenzübergreifend, Reiniger, oder wie auch immer. Irgendwas perverses.
lieben Gruß von Clara (:-()
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Beitragvon Christa » Sa 21 Feb, 2004 0:38

Hallo Clara,
Clara hat geschrieben:
Gibt es dort Hinweise auf so eine Person?


Nein!

Deine nachfolgenden Fragen werde ich Dir mit Zitaten aus den hier geposteten Beiträgen beantworten. Sei mir bitte nicht böse das ich diesen Weg wähle, aber aus Gründen die meine Arbeit betreffen werde ich mich nicht auf eine Strasse begeben, die nicht ganz ungefährlich ist.

Clara hat geschrieben:
Wo sind die Leichen? Wurden die gefunden? Wasist an ihnen auszumachen gewesen?


Zitate aus den hier geposteten Beiträgen:

Alle diese Frauen waren zwischen 15 und 24 Jahre alt, alle ihre Körper trugen deutliche Spuren von brutaler Vergewaltigung, Folter und Verstümmelung.

Die Opfer wurden vergewaltigt, brutal gefoltert und anschließend erwürgt. Der oder die Täter ließen ihre Überreste in der Wüste verschwinden.

wie im Fall von Lucia: Man fand ihre Leiche in der Nähe einer einsamen Schotterpiste, weggeworfen wie ein Stück Abfall. Ihr Bauch war mit Messerstichen übersät, der Körper des 17-jährigen Mädchens stark verwest. Seit einem halben Jahr vermissten die Eltern ihre junge, hübsche Tochter.

Die Opfer weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Alle sind Frauen, jung und schön. Die meisten stammen aus sehr bescheidenen Verhältnissen.

Die Vereinzelung, Armut und Arbeitsschichten, die oft mitten in der Nacht aufhören, machen es potentiellen Frauenmördern leicht. Unheimlich ist, dass bislang kein Motiv für die vielen Verbrechen ermittelt wurde:

Das spurlose Verschwinden vieler Frauen und der Zustand, in dem die Opfer von Sexualverbrechen aufgefunden wurden, lässt immer wieder die grauenhafte Version aufkommen, Hersteller sogenannter Snuff-Videos, gewaltverherrlichende Pornos, verbergen sich hinter der Mordserie.

Die außergewöhnliche Brutalität der Verbrechen steht im Mittelpunkt der amnesty-Studie. Viele der Opfer - die jüngsten waren gerade mal zwölf Jahre alt - wurden nicht einfach umgebracht. Sie wurden vergewaltigt, gefoltert, misshandelt und dann erhängt oder zu Tode geprügelt. "Als wir sie fanden, bezeugte der Körper meiner Tochter all das, was sie ihr angetan hatten," berichtete Norma Andrade, Mutter von Lilia Alejandra, die vor zwei Jahren auf einem unbebauten Grundstück direkt neben der Maquila, in der sie gearbeitet hatte, tot aufgefunden wurde.

Bis heute weiß Irma Pérez nicht, was
ihrer 17-jährigen Tochter an jenem Abend im August 1995 zugestoßen ist.
Die einzige Antwort, die Irma Pérez Jahre später von der Kriminalpolizei bekam, war
eine Plastiktüte mit Knochen “ angeblich von ihrer Tochter Olga.
"Ich sollte aussagen, dass diese Knochen Olgas Reste seien, damit man
den Fall abschließen könne", berichtet Irma.

Clara hat geschrieben:
Das kann doch nicht sein, dass da 370 junge Frauen verschwinden,


Es sind leider wesentlich mehr.
Rund 300 rosa Holzkreuze wurden schon in Erinnerung an die toten Töchter aufgestellt. Es könnten noch mehr werden, denn weitere 500 Mädchen werden vermisst.

Clara hat geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mörder auf der Mexikanischen Seite zu suchen sind.


Leider doch.

Zitate aus den hier geposteten Beiträgen:

Es spricht also vieles dafür, dass Mitarbeiter staatlicher Behörden in die Fälle verwickelt sind.

Ohne die Mithilfe der Polizei wären die Morde nicht möglich

Ein psychoanalytischer Ansatz verweist auf den verletzten Männerstolz als Triebfeder für die Mordserie. In einer Macho-Gesellschaft bedeute es eine Erniedrigung für die Männer, wenn die Frauen leichter und häufiger Arbeit bekommen als die Herren der Schöpfung und wenn sie selbständig leben.

Der Fabriksbesitzer Donald Labbruzzo hat kürzlich in einem Fernsehinterview eine neue Möglichkeit ins Spiel gebracht. Er zitierte die Aussage eines Polizisten: „Um in eine der zahlreichen Banden aufgenommen zu werden, musst du eine Art Prüfung bestehen. Du musst ein junges Mädchen entführen, sie irgendwo hinbringen, wo sie von allen vergewaltigt wird, und dann musst du sie töten."

Spuren in höchste politische Kreise

Die Listen Theorien um den oder die Sexualmörder und deren Motive ist lang:
Sie reicht von einem psychopathischen Serienkiller über satanische Rituale
oder Organhandel bis hin zu Sexorgien mit minderjährigen Mädchen in
höchsten politischen Kreisen Ciudad Juarez. In der Grenzstadtsitzt auch
eines der einflussreichsten Drogenkartelle Mexikos- ein Grund für
Spekulationen, arum bestimmte Themen öffentlich nicht angesprochen
werden.

Verschwiegen wurden lange Zeit auch andere Zusammenhänge: So nannte
erst jetzt, zehn Jahre nach dem ersten Frauenmord in Ciudad Juarez, der
mexikanische Journalist Sergio Gonzalez erstmals in seinem Buch "Huesos
en el desierto" (Knochen in der Wüste) Namen einflussreicher Unternehmer Mexikos im Zusammenhang mit den mysteriösen Morden.

Die Journalistin Diana Washington Valdez von der "El Paso Times", die demnächst ein Buch zu dem Thema veröffentlichen will, sieht mächtige Interessen am Werk und glaubt an Verbindungen zwischen den Frauenmördern und mexikanischen Politikern.


Liebe Grüße
Christa
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Beitragvon Clara » Sa 21 Feb, 2004 16:11

Christa, entschuldige bitte
dass ich dich in Verzug geraten lies -
ich hatte es schlicht vergessen, was genau mit diesen Frauen geschah.

Ich meine aber doch, dass sich da zwei Seiten treffen, wenn nicht zum lotsen, dann zum aufmischen der alten archaischen Verhaltensweisen /Denke.
Das ist ja schlicht zum Kotzen, in der heutigen Zeit.
Selbst den einfachsten Einwohner kann ich mir in seiner Gedankenwelt und TAT nicht so vorstellen.

Nun gut - das Reden bringt nichts, ich kann auch nichts tun, als mich aufregen und wundern.
lieben Gruß von Clara (:-()
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Beitragvon Christa » Sa 21 Feb, 2004 22:38

Hallo Clara,

Bild
Deomstration gegen Gewalt gegen Frauen in Juarez

Clara hat geschrieben:
Christa, entschuldige bitte dass ich dich in Verzug geraten lies -
ich hatte es schlicht vergessen, was genau mit diesen Frauen geschah.

Kein Problem. Die entsprechenden Passagen rauszusuchen hat mir auch überhaupt nichts ausgemacht. Im Gegenteil, es freut mich wenn ich sehe, das sich Jemand für dieses Thema interessiert. Bin halt eben bei diesem speziellen Thema nur etwas vorsichtig ( Du kennst ja meine Arbeit) mit persönlichen Vermutungen oder einer allzu persönlichen Äußerung.

Mehr Informationen über die Frauen aus Ciudad Juarez, aus der mexikanischen Grenzregion und über Frauen und Kinder in den Maquiladoras:

http://www.geocities.com/pornuestrashijas/ ( wird auch in deutscher Sprache beschrieben)
http://www.juarezwomen.com/
http://www.womenontheborder.org/
http://www.escapinghades.com/juarex-articles.html
http://www.angelfire.com/in2/qualm/maquila.html

Clara hat geschrieben:
Selbst den einfachsten Einwohner kann ich mir in seiner Gedankenwelt und TAT nicht so vorstellen.

Menschliche Abgründe können ungeheuerlich tief sein und es ist für mich nach wie vor unfassbar, wozu Menschen fähig sind. Aber wenn ich bei Freunden die Wunden von Folgerung sehe, oder an einem Grab stehe oder in Gedanken bei Menschen bin die ich kannte und die plötzlich verschwunden sind und nie mehr auftauchten, dann werde ich immer wieder daran erinnert.
In keinem dieser Fälle trägt der „einfache Einwohner“ dafür die Verantwortung und auch in diesem „speziellen Fall von Juarez“ kannst Du „den einfachen Einwohner“ aus Deiner Vorstellung ausklammern. Hier musst Du dir schon Menschen ohne Skrupel vorstellen die im wahrsten Sinne des Wortes „über Leichen gehen“. Menschen ohne Skrupel, die dazu noch das Geld und die Macht besitzen, Ermittlungen im Keim zu ersticken.

Clara hat geschrieben:
ich kann auch nichts tun,

Doch, das kannst Du und jeder andere auch.
Beteilige Dich an der urgent action (Briefaktion).
Je mehr Druck auf die verantwortlichen Ermittlungsbehörden gemacht wird, und ihnen damit signalisiert wird – die Öffentlichkeit ist informiert und schaut nicht tatenlos zu -, um so besser.
Das Ganze ist ein Zeitaufwand von nur ca. 5 Minuten.
5 Minuten die „geopfert“ werden für die Opfer.

Der Nachfolgende Brief ist bereits fertig verfasst.
Man braucht ihn lediglich zu kopieren, mit Datum und Unterschrift zu versehen und dann per Fax, oder eMail oder Post an den mexikanischen Botschafter weiterleiten.
Viele denken: „ Das hat doch alles keinen Sinn. Als wenn die mexikanische Regierung auf ein Schreiben von mir reagieren“
Doch, es hat Sinn. Die Masse macht es. Die zuständigen Behörden ( nicht nur in Mexiko sondern auch in anderen Ländern) reagieren sensibel auf diese Briefaktionen, und so manche Briefaktion war schon von Erfolg gekrönt.

Würde mich freuen, wenn möglichst viele Menschen an dieser Protestaktion teilnehmen.

Liebe Grüße
Christa

Nachfolgend nun der Brief:
----------------------------------------------------------------------------------------------------


An den mexikanischen Botschafter
Herrn Jorge Castro-Valle Kuehne
Klingelhöferstr. 3
10785 Berlin
Fax: 030 - 269323 325
mail@embamexale.de


Sehr geehrter Herr Castro-Valle !

Ich möchte Sie bitten, sich in meinem Namen an den mexikanischen Präsident, Herrn Vincente Fox Quesada, zu wenden und Ihn von meiner extremen Bestürzung in Kenntnis zu setzen, die ich angesichts der sich weiter verschlimmernden Situation im Bundesstaat Chihuahua empfinden.
Ich bin besonders alarmiert durch die Information der mir nahe stehenden Organisation Frauen in Schwarz, denen mit Anklagen gedroht wird und deren Mitglieder gegenwärtig offensichtlich durch die Polizei von Chihuahua überwacht werden.

Frauen in Schwarz ist eine der effektivsten Interessenvertretung der Familien der Opfer in Chihuahua. Das repressive Vorgehen gegen Frauen in Schwarz muss sofort aufhören !

Durch meinen Austausch mit den Frauen in Schwarz, aber auch mit anderen Menschenrechtsorganisationen innerhalb wie außerhalb von Mexiko, bin ich mir schmerzlich der Tatsache bewusst, dass der mexikanischen Bundesstaat Chihuahua sicherlich einer der gefährlichsten Orte für junge Frauen auf dem ganzen amerikanischen Kontinent sein muss. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie wissen, dass allein in der Grenzstadt Juarez seit 1983 schätzungsweise 268 (sic!) Frauen ermordet wurden, zusätzlich dazu mindestens weitere 250 als vermisst gelten. Alle diese Frauen waren zwischen 15 und 24 Jahre alt, alle ihre Körper trugen deutliche Spuren von brutaler Vergewaltigung, Folter und Verstümmelung.
Diese Epidemie von Gewalt war bisher in Mexiko unbekannt. Und, was am schlimmsten ist, die Morde und die Entführungen finden weiterhin statt.

Die Aktivitäten der mexikanischen Autoritäten als Antwort auf diese Verbrechen waren bisher ineffektiv. Ich weiß von Rechtsanwälten in Mexiko, dass existierende Gesetze nicht zur Anwendung gebracht werden.
Fragwürdige Formen der Beweisaufnahme und Falschanzeigen zeichnen sich als Mangel allzu vieler Untersuchungen aus. Das Recht auf ein Leben in Sicherheit, auf ein ordnungsgemäßes Verfahren und auf Gerechtigkeit sind immer wieder verletzt worden.

Die Angehörigen der Opfer, ihre Unterstützerinnen/Unterstützer und Anwältinnen/Anwälte protestieren jetzt seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die ungenügende Aktivität / das mangelnde Engagement der staatlichen Autoritäten, seit die ersten Opfer verschwanden. Justicia para nuestras hijas (Gerechtigkeit für unsere Töchter) ist ein im Jahr 2002 in Chihuahua gegründeter Zusammenschluss von Organisationen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Nichtregierungsorganisationen, die Angehörigen der Opfer und ihre Anwältinnen/Anwälte zusammenzubringen, um den Kampf um Gerechtigkeit zu stärken.
Ich schließe mich dem Ruf nach Gerechtigkeit und der Wahrung der Menschenrechte durch Justicia para nuestras hijas und Frauen in Schwarz an und fordere mit ihnen ein entschiedeneres Vorgehen der lokalen Behörden.
Ich unterstütze auch ihre Forderungen danach, dass das Bedürfnis einer ständig anwachsenden Anzahl junger Arbeiterinnen nach persönlicher Sicherheit, z.B. auf dem Weg zur Arbeitsstelle und zurück, garantiert werden muss. Ich unterstütze sie in all ihren Forderungen nach neuen Gesetzen nach öffentlicher Sicherheit, nach der juristischen Betreuung der Fälle verschwundener Personen und nach der wissenschaftlichen Identifizierung der menschlichen Überreste der Verschwundenen. Ich
unterstütze ihre Forderungen danach, dass alle Repräsentantinnen/Repräsentanten des mexikanischen Staates, welche die existierenden Gesetze nicht anwenden und dadurch ihrer Schutzpflicht gegenüber den mexikanischen Bürgerinnen/Bürger nicht nachkommen, für diese Verfehlungen verantwortlich gemacht und bestraft werden sollen.
Ich teile auch ihre Ansicht, dass die mexikanische Regierung, sollte sie die internationalen Menschenrechtsstandards nicht garantieren, für das Andauern dieser Verbrechen verantwortlich gemacht werden kann und internationalen Sanktionen unterworfen werden soll. Ich beklage
insbesondere mir zugegangene Informationen, nach denen die Angehörigen und Anwältinnen/Anwälte der Opfer, ebenso wie ihre Unterstützerinnen/Unterstützer, unter ihnen auch die Frauen in Schwarz,
unter der Repressionen von Agenten des Staates zu leiden haben. Die Angehörigen der Opfer, ebenso wie ihre Unterstützerinnen/Unterstützer, haben Gerechtigkeit und das Recht auf freie Meinungsäußerung gefordert und dazu um Unterstützung der internationalen um Menschenrechte
besorgten Gemeinschaft nachgesucht. Dafür wurden sie bedroht, geschlagen, gefoltert, öffentlich diffamiert, durch Falschaussagen verschiedener Verbrechen beschuldigt und inhaftiert.

Bitte vermitteln Sie dem mexikanischen Präsidenten, dass ich den Frauen in Schwarz in ihrem Bemühen um Gerechtigkeit in dieser schrecklichen Situation beistehe.
Ich erwarte vom Präsidenten, dass er sicherstellt, dass es von Seiten der Regierung die Zusammenarbeit mit den Familien und ihren Vertreterinnen/Vertreter und Unterstützerinnen/Unterstützer sicher stellt, damit die repressiven Maßnahmen gegen diese sofort eingestellt werden.

Im voraus herzlichen Dank für die Vermittlung meines Anliegens.


Hochachtungsvoll
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Frauenmorde im Niemandsland

Beitragvon Christa » Mi 03 Mär, 2004 7:43

Tue, 2 Mar 2004 15:27:19 +0100
MEXIKO - Frauenmorde im Niemandsland


MEXIKO
Frauenmorde im Niemandsland

Seit elf Jahren bleiben die Morde hunderter junger Frauen an der
Nordgrenze Mexikos ungesühnt. Vieles spricht dafür, dass mächtige
Drogenkartelle, Polizei und Politiker in die Morde verwickelt sind.

Es sei vor allem das "gesteigerte internationale Interesse" an den
Frauenmorden in der nordmexikanischen Grenzstadt Cuidad Juárez, das die Regierung zu einer "neuen Haltung" bewegt habe, räumt die neue
Sonderbeauftragte Guadalupe Morfín im Gespräch ein.
Seit November letzten Jahres ist die Juristin offiziell für "die Prävention und Eliminierung der Gewalt gegen Frauenin Ciudad Juárez" zuständig.
Am guten Willen der renommierten Menschenrechtsanwältin zweifelt in Mexiko kaum jemand.
Zweifelhaft scheint vielen jedoch, ob das ausreicht, um die Mörder der 375 Frauen, deren Leichen seit 1993 im Umland von Juárez gefunden wurden, auch wirklich dingfest zu machen.
"Die Gute hat ja nichts als ihr Flugticket in der Hand", kommentierte etwa der Anwalt Sergio Dante Almarez die Ernennung. Tatsächlich verfügt
Guadalupe Morfín bislang über kein festes Budget, kein eigenes Büro und
hat fürihre Arbeit gerade mal ein Team von 18 Mitarbeitern zur Verfügung.

Bislang wurde ihr zudem keine Einsicht in die Ermittlungsakten der
Mordfälle gewährt.

Nach einem aktuellen ai-Bericht starben knapp vierhundert Mädchen und
junge Frauen in der rasant wachsenden Drogenmetropole Juárez seit 1993
eines gewaltsamen Todes.
Weitere vierhundert Frauen gelten derzeit noch als verschwunden.
Wie viele der Frauenleichen, die im Wüstensand, auf Müllhalden oder in Abbruchhäusern gefunden wurden, zu den "Feminicidios" - den
durch Frauenhass motivierten Massenmorden - zu zählen sind, ist umstritten.

Dem ai-Bericht zufolge erlitten 140 der Toten sexuelle Misshandlungen, 75
waren so stark entstellt, dass sie nicht mehr identifiziert werden konnten.

Knapp hundert Leichen wiesen Spuren sexueller Folterung auf: die Körper
waren nackt, Brüste und Geschlecht verstümmelt, die Haut mit seltsamen
Schnittenmarkiert, manche waren teilweise skalpiert, viele trugen Würgemale.

Bemerkenswert ist auch, wie ähnlich sich die ermordeten Mädchen waren:
fast alle waren unter 20 Jahre alt, zart gewachsen, mit langem Haar und
auffällig attraktiv.
"Dieser Frauentyp ist offenbar gezielt 'bestellt' und ausgesucht worden.

Das ist wie bei gestohlenen Autos, die werden auch nach Marke vorbestellt", meint der Fotograf Miguel Perea, der seit über zwanzig
Jahren Gewaltverbrechen in Juárez fotografiert.

Ein weiteres Merkmal der Opfer ist ihre Armut.
Keines der Mädchen hatte ein Auto, alle legten weite Wege zu Fuß oder mit dem Bus durch die zersiedelte Stadtlandschaft zurück.
Ein Teil der Mädchen arbeitete in einer der rund 300 um die Stadt angesiedelten Weltmarkt-Fabriken, den "Maquiladoras". Andere waren Hausangestellte oder Straßenhändlerinnen, wieder andere wurden
auf dem Weg zur Abendschule oder zum Computerzentrum verschleppt.

Lange Jahre haben die Behörden der Provinz Chihuahua jeden
Zusammenhang zwischen den Leichenfunden geleugnet, die Mordserie als "normale" Kriminalitätsquote tituliert oder ein Selbstverschulden der Opfer suggeriert, die ein allzu "freizügiges" Leben geführt hätten.
Doch auch als der Charakter der Serien- und Sexualmorde unübersehbar wurde, wurden die Ermittlungen in skandalöser Weise verschleppt.

Die Spuren- und Tatortsicherung blieb oftmals mehr als mangelhaft. Fundstellen wurden nicht markiert.
DNA-Analysen jahrelang unter Verschluss gehalten, Zeugenaussagen ignoriert und Leichen falsch identifiziert.
"Viele Beweise sind so für immer verloren gegangen", sagt der forensische Kriminologe Oscar Maynez.
Er leitete im November 2001 die Untersuchung von acht weiblichen Leichen, die in einem brachliegenden Feld gefunden wurden.
"Kaum hatten wir angefangen, mussten wir schon wieder
aufhören."

Die Order von oben lautete: die Fälle sollten schleunigst abgeschlossen und Schuldige gefunden werden.
Drei Tage später saßen zwei Busfahrer im Gefängnis, die ein "umfassendes Geständnis" abgelegt hatten.
Die schnelle "Aufklärung" der Fälle hatte allerdings zwei Haken:
Zum einen waren dem Schuldbekenntnis nachweislich Folterungen vorangegangen.
Zum anderenstimmten die DNA-Analysen der Leichen nicht mit den Namen der Mädchen überein, deren Ermordung sie bezichtigt wurden (siehe ai-JOURNAL
4/2003).

Als einer der ersten Täter wurde der Öffentlichkeit im Oktober 1995
ein ägyptischer Chemiker präsentiert - ein geradezu idealer Sündenbock: ein Ausländer, der in den USA wegen Trunkenheit und sexueller Nötigung
vorbestraftwar.
Die Tatsache, dass nach seiner Festnahme allein zwischen 1996 und 1999 weitere 80 Frauen ermordet wurden, werteten die Behörden als
raffiniertinszeniertes Ablenkungsmanöver.

Insgesamt wurden bislang über 70 Tatverdächtige festgenommen, von denen ein Teil wieder freigelassen werden musste.

"Im Gefängnis sitzt derzeit keiner, der mit den Morden direkt zu tun
hat", glaubt die renommierte US-Reporterin Diana Washington, die seit
über vier Jahren für die "El Paso Times" zu dem Thema recherchiert.

Tatsache ist, dass das Morden ohne Unterbrechung weitergeht.
Ob die skandalöse Inkompetenz der lokalen Polizei und Justizbehörden auf
Ineffizienz, Frauenverachtung oder Komplizenschaft mit den allgegenwärtigen Drogenkartellen zurückzuführen ist – oder aber auf alles drei -, ist nicht geklärt.
Fest steht jedoch, dass in Juárez, das nur durch das Wasser des Rio
Grande von seiner adretten US-Zwillingsstadt El Paso getrennt ist, nahezu
alles käuflich zu sein scheint.
"Willkommen in der Stadt der Geschäfte" werden Besucher schon am Flughafen empfangen.
An über 1.000 Umschlagplätzen können Drogen erstanden werden, neben Pillen und Pulver gibt es allerorten billigen Sex und Schnaps zu haben.

In Ermangelung glaubhafter Fakten über die Frauenmorde blühten in den
letzten Jahren allerhand makabre Spekulationen über Organhandel, Snuff-
Pornos bis hin zu narcosatanischen Riten gut situierter US-Kunden.
Doch diese Gerüchte entbehren bislang jeder Grundlage.
Den Leichnamen fehlen keine Organe, und auch entsprechende Pornofilme sind bislang nicht aufgetaucht.

Diana Washington glaubt vielmehr, dass es sich bei einem Großteil der
Morde um eine Art Freizeitvergnügen der Yuppies aus den Drogeneliten handelt.
"Blood sports" wird diese Art der Mordlust genannt, für die Banden und
Schlepper die Beute heranschaffen.

Hintergrund ist die Brutalisierung der lokalen Drogenhandels seit der
Machtübernahme durch den Clan um Amado Carrillo Fuentes im Jahre 1993.
Nach der teilweisen Zerschlagung der kolumbianischen Kartelle übernahm das Juárez-Kartell den Vertrieb der südamerikanischen Ware. So wurde die Stadt in den Neunzigern zum wichtigsten Nadelöhr für den Koks- und Heroinhandel in die USA.
Damit mutierte Juárez endgültig zum rechts- und tabufreien
Niemandsland.
Wurden früher Frauen und Kinder in den blutigen Machtkämpfen
der Banden weitgehend verschont, so ist heute die Jagd auf junge, arme
Frauen ebenso an der Tagesordnung wie die demonstrative Hinrichtungen ganzer Familien.

Mit Spekulationen hat Diana Washington, die neben dem mexikanischen
Journalisten Sergio Rodriguez González als bestinformierte Expertin zum
Thema gilt, wenig im Sinn.
Ihre Rechercheergebnisse, die sie im Frühjahr in dem mit Spannung erwarteten Buch "Frauenernte - eine mexikanische Safari"
erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird, beruhen auf engen Kontakte
zu mexikanischen Ermittlern aus der Landes- und Bundespolizei und den
Geheimdiensten. Diese hätten im Lauf der Jahre durchaus einiges an Verbindungen zwischen Geschäftsleuten und Drogenszene, dem Polizeiapparat und prominenten Politikern zutage gefördert.
Doch keinem der sich häufenden Hinweise, etwa den Aussagen von verhafteten Insidern, auf die Verwicklung von Juniors aus
den Drogenkartellen und ehemaligen Polizeifunktionären, wurde weiter
nachgegangen.

"Dabei wissen sie längst, wer die Mörder sind", glaubt Washington. Sie ist die erste, die kürzlich sechs Namen in Umlauf gebracht
hat: mächtige Familien aus Juárez sowie aus dem südkalifornischen Tijuana.

Grenzüberschreitend arbeiten auch die fast zwanzig
Nichtregierungsorganisationen, die sich mittlerweile in Cuidad Juárez tummeln.
An einem Strang ziehen sie jedoch schon lange nicht mehr.
Während Esther Chávez mit ihrem gut ausgestatteten Frauenhaus "Casa Amiga" den Schwerpunkt auf innerfamiliäre Gewalt und kulturell bedingten Machismo legt, halten unabhängige Mütterorganisationen wie "Nuestras Hijas de Regreso a Casa" ("Die Heimkehr unserer Töchter") diesen familiären Fokus für fatal:
"Es ist eben ein Unterschied, ob der Ehemann oder Bruder eine Frau schlägt, vergewaltigt oder ermordet", sagt Marisela Ortiz, die Lehrerin einer ermordeten 17-Jährigen, "oder ob Mädchen auf der Straße von Wildfremden entführt werden und dem Vergnügen mächtiger Männer dienen müssen".

Die Zeit drängt. Die Killer und ihre Nachahmer haben sich bislang
kaum abschrecken lassen. Das Morden greift mittlerweile auch auf andere
Städte des mexikanischen Nordens über. Guadalupe Morfín will mit ihrer
Kommission in einem "halben Jahr" einen ersten Untersuchungsbericht vorlegen.
Ende Januar benannte die Bundesstaatsanwaltschaft PGR endlich, wie von zivilen Organisationen seit Jahren gefordert, eine Sonderermittlerin.
Zwar gilt die erfahrene PGR-Juristin María López Urbina aus dem Bundesstaat Coahuila nicht gerade als Expertin in Sachen frauenspezifischer Gewalt.
Im Gegensatz zur Sonderbeauftragten Morfín wäre sie aber auch mit juristischen Befugnissen ausgestattet.
Damit die Bundesermittlerin gegen den zu erwartenden
Widerstand der Landesbehörden wirklich alle Fälle neu aufrollen könnte,
bräuchte sie allerdings das Mandat der Zentralregierung.
Dazu müsste jedoch, wie der Kriminologe Maynez sagt, Präsident Fox die Frauenmorde endlich zur Frage der "nationalen Sicherheit" erklären - und nicht mehr nur des "nationalen Images".

Anne Huffschmid

Die Autorin ist Auslandskorrespondentin in Mexiko.

aus: ai-Journal März 2004
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Gewalt gegen Frauen verhindern

Beitragvon Christa » Mi 10 Mär, 2004 20:49

Gewalt gegen Frauen verhindern

"Hinsehen und Handeln": Kampagne von amnesty international
Wertheim. "Hinsehen und Handeln - Gewalt gegen Frauen verhindern":

Unter diesem Motto steht eine internationale Frauenkampagne von amnesty international (ai), an der sich auch die Wertheimer ai-Gruppe beteiligt.

Start der Kampagne, die über einen Zeitraum von zwei Jahren geplant ist, war am Internationalen Frauentag am 8. März. Innerhalb dieser Zeit wird es verschiedene Schwerpunkte geben,

on März bis Mai geht es um Frauenmorde in Mexiko.

In den beiden mexikanischen Städten Ciudad Juarez und Chihuahua sind seit 1993 über 370 junge Frauen und Mädchen ermordet worden. Mindestens ein Drittel von ihnen war vor ihrem Tod massiver sexueller Gewalt ausgesetzt.
Ihre Leichen wurden in vielen Fällen erst Monate oder Jahre später hinter Müllbergen oder in menschenleeren Gegenden am Stadtrand aufgefunden, berichtet ai.
Zahlreiche weitere Frauen sind bis heute "verschwunden" - die Behörden sprechen von 70, zivile Organisationen sogar von 400 spurlos verschwundenen Frauen.
Die Behörden zeigen bis heute kein erkennbares Interesse an einer Aufklärung der Mord- und Entführungsserie, gehen Informationen nicht nach oder verschleppen die Ermittlungen.
Zeugen wurden nicht oder nur ungenau befragt, Indizien verschwanden, und gerichtsmedizinische Untersuchungen wurden schlampig oder gar nicht vorgenommen.
Die Familien der Opfer wurden oft auf beleidigende Weise abgewimmelt.Die Wertheimer ai-Gruppe sammelt Unterschriften, in denen die mexikanischen Behörden aufgefordert werden, effiziente und umfassende Untersuchungen anzuordnen und die dafür Verantwortlichen zu bestrafen.

Bei Interesse können von der ai-Gruppe Wertheim Appellfälle mit dazugehörigen Adressen und Petitionslisten
ber Telefon 0 93 42 / 60 60 oder Telefon 0 93 77 / 92 92 93
angefordert werden.
Außerdem ist den Räumen des Frauenvereins Wertheim im Kulturhaus, Bahnhofstraße 1, eine Wand aufgestellt mit weiteren Informationen zu diesem Thema.

© Fränkische Nachrichten – 10.03.2004
Quelle:
http://www.fnweb.de/lokales/we/wertheim ... 06804.html
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Beitragvon sasais » Fr 02 Apr, 2004 22:29

Hallo Christa,
bin durch Zufall auf folgende Website gestoßen, Ist alllerdings in Spanisch
http://www.mujeresdejuarez.org/
Scheint auf den ersten Blick recht interessant zu sein.
Sabine alias sasais
Lieber von Picasso gemalt, als vom Leben gezeichnet.
Bis zum 26. Oktober wieder in Deutschland
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Mexikos Justiz wegen Mordserie an Frauen unter Druck

Beitragvon Tina » Sa 03 Apr, 2004 10:21

Mexikos Justiz wegen Mordserie an Frauen unter Druck

New York/Mexiko-Stadt (AFP) - Die Vereinten Nationen haben Versäumnisse der mexikanischen Justiz bei der Aufklärung einer seit Jahren andauernden Mordserie an jungen Frauen im Norden des Landes kritisiert. In einem vertraulichen Bericht bescheinigen die UN-Beobachter den Behörden im Großraum der Stadt Ciudad Juárez erhebliche Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen sowie Unfähigkeit bei der Aufklärung der Mordfälle.
Nach Angaben der Menchenrechtsorganisation Amnesty International wurden seit 1993 in der Region mehr als 400 Frauen getötet; viele von ihnen wurden demnach vergewaltigt und gefoltert. Bei den zuständigen Justizbehörden ist nach Angaben der UNO dagegen nur von 44 Todesfällen die Rede. In dem Bericht fordert die UNO die örtlichen Behörden und die mexikanische Regierung auf, für die "vollständige Autonomie und Unabhängigkeit der Justiz bei den Ermittlungen" zu sorgen und mit den USA zusammenzuarbeiten. Der Bericht wurde nach einer UNO-Mission im Oktober vergangenen Jahres in der Region erstellt.
Ein Sprecher der mexikanischen Präsidentschaft sagte, seit die Regierung vor einem halben Jahr 500 Bundespolizisten in das Gebiet um Ciudad Juárez entsandte, habe sich die Lage erheblich gebessert. Die Regierung hatte im Januar nach anhaltender Kritik von Menschenrechtsorganisationen zudem einen Sonderstaatsanwalt für Ciudad Juárez ernannt.

*de.news.yahoo.com/03.04.04
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mujeres de juarez

Beitragvon Christa » So 04 Apr, 2004 16:39

Hallo Sabine,

Sabine hat geschrieben:
bin durch Zufall auf folgende Website gestoßen, Ist alllerdings in Spanisch
http://www.mujeresdejuarez.org/


Danke Dir. Die Website kenne ich und sie ist sehr informativ.

Falls Jemand der spanischen Sprache nicht mächtig ist, kann man auf dieser Seite unter:

Información en otros idiomas

auch deutsch oder englisch anklicken.
Liebe Grüße
Christa
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MEHR TOTE IN JUAREZ

Beitragvon Christa » Mo 05 Apr, 2004 6:47

MEHR TOTE IN JUAREZ

AM 25.03.03 wurde offiziell mitgeteilt, dass in der Grenzstadt Ciudad
Juarez die Koerper von zwei Maennern gefunden wurden, die vor ihrem
Tod schwer misshandelt worden waren. C. Juarez ist beruechtigt fuer
380 ungeloeste Mordfaelle an Frauen in einer Mordserie, die sich
ueber die letzten 10 Jahre hinzieht.
Am 24.03.04 organisierte die
Familie von Angelica und Jorge Aguilar, die beide in diesem Jahr
getoetet wurden, einen Marsch durch die Innenstadt von C. Juarez, bei
dem gegen die Straflosigkeit und die Welle der Gewalt protestiert
wurde, die in den ersten 84 Tagen dieses Jahres zu 62 Morden gefuehrt
hat.

Aus: Weekly News and Analysis, Mexico Solidarity Network, Woche vom
22.-28.3.2004

Erhalten am 5.4.2004 von:
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Beitragvon Tina » Do 29 Apr, 2004 12:34

Informationsstand von Amnesty International

CALW. Die Amnesty International Gruppe Calw - Althengstett informiert am Freitag, 30. April, über Menschenrechtsverletzungen an Frauen in Mexiko. Die Gruppe will mit einem Informationsstand vor der Sparkassenfiliale in Calw insbesondere auf die ungeklärten Straftaten nahe der Stadt Ciudad Juarez aufmerksam machen. Dort sind in den vergangenen zehn Jahren 370 Frauen ermordet worden. Außerdem wurden zahlreiche Entführungen und Vergewaltigungen an junger Frauen im Alter zwischen 13 und 22 Jahren begangen. Doch die Regierung Mexikos reagiert nicht auf die Gewalttaten, weshalb Amnesty International mit einer Petition und Unterschriftenaktion Druck auf die Regierung ausüben will. Die Unterschriftenlisten werden am Stand ausgelegt

* http://www.pz-news.de/region/calw/48842/
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Gewalt gegen Frauen sollte ein Tabu sein

Beitragvon Christa » Mi 05 Mai, 2004 0:21

Gewalt gegen Frauen sollte ein Tabu sein

amnesty international informiert bei Alice-Schwarzer-Lesung
Bad Mergentheim. Im Rahmen der Veranstaltung mit Alice Schwarzer, die am Donnerstag, 6. Mai,20 Uhr im Kursaal aus ihren Büchern lesen und darüber diskutieren wird, ist amnesty international Bad Mergentheim mit einem Informationsstand anwesend. Mitglieder der ai-Gruppe werden vor und nach der Veranstaltung über die derzeitige weltweite Kampagne "Hinsehen & Handeln - Gewalt gegen Frauen verhindern" Auskunft geben und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Schon vor mehr als 30 Jahren - und seither immer wieder - hat Alice Schwarzer engagiert auf die fehlende Gleichberechtigung und die damit verbundene Chancenlosigkeit der Frau hingewiesen. Sie ist dabei vielen Anfeindungen ausgesetzt gewesen, ohne sich beirren zu lassen. Sie erfährt heute wachsende Zustimmung, denn die Sache der Frau und ihre Stellung in der Gesellschaft ist eines der großen Themen der letzten Jahrzehnte. Vieles hat sich für die Gleichstellung der Frau inzwischen getan - das Problem der Gewalt gegen Frauen ist noch ein Tabu, in vielen Ländern, auch in Deutschland.

Alice Schwarzer begrüßt daher in dem Editorial vom März/April ihrer Zeitschrift "Emma" die internationale Kampagne von ai gegen die Gewalt gegen Frauen ausdrücklich und zitiert die ai-Präsidentin Irene Khan, die Gewalt gegen Frauen "den empörendsten Menschenrechtsskandal unserer Zeit" nennt. Und doch erleiden jedes Jahr weltweit Millionen Frauen und Mädchen Gewalt. Die Täter, ob aus dem staatlichen, gesellschaftlichen oder familiären Umfeld, gehen allzu oft straffrei aus.

ai-Gruppen in aller Welt, so auch die ai-Gruppe Bad Mergentheim, fordern auf bewährte Weise Regierungsverantwortliche auf, Gewalttätigkeit gegen Frauen und ihre Diskriminierung nicht mehr stillschweigend hinzunehmen.

Schwerpunktmäßig arbeitet die Bad Mergentheimer ai-Gruppe zur Zeit zu den Frauenmorden in den mexikanischen Städten Ciudad Juárez und Chihuahua in der Nähe zur Grenze zu den USA.
Dort wird seit 1993 fast jede Woche eine Frau ermordet. Viele von ihnen, zumeist aus armen Familien, haben vor ihrem Tod massive sexuelle Gewalt erlitten. Der Großteil der Verbrechen wurde bis heute nicht aufgeklärt. Viele der Frauen und Mädchen wurden entführt; ihre Leichen erst Monate später hinter Müllbergen oder in menschenleeren Gegenden am Stadtrand gefunden. Das Desinteresse der Behörden an sorgfältigen Ermittlungen, das Verschwinden von Beweisstücken, die Verschleppung von Verfahren und die Untätigkeit, etwas gegen die Morde zu unternehmen, kommt für ai einer stillschweigenden Duldung gleich.

ai Bad Mergentheim hat an verschiedene Verantwortliche in Mexiko Briefe formuliert, die am Donnerstag am Infostand zusammen mit Informationsmaterial zur Kampagne ausliegen. Jeder kann teilnehmen und so den Forderungen nach Aufklärung in den beiden mexikanischen Städten Nachdruck verleihen.

© Fränkische Nachrichten – 05.05.2004
http://www.fnweb.de/lokales/me/bad_merg ... 12504.html
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Mexiko will Mordserie an Frauen an bald aufklären

Beitragvon Tina » Do 06 Mai, 2004 12:51

Mexiko will Mordserie an Frauen an bald aufklären
Bericht der Staatsanwaltschaft noch für diesen Monat angekündigt

Nach schwerwiegenden Vorwürfen der Schlamperei will die Justiz in Mexiko nun noch in diesem Monat ihre Erkenntnisse über eine unheimliche Mordserie an jungen Frauen im Norden des Landes vorlegen. Mitte oder Ende Mai werde die Bundesanwaltschaft "einen vollständigen Bericht" über die seit Jahren andauernden Gewalttaten im Großraum der Grenzstadt Ciudad Juárez veröffentlichen, sagte der Staatsanwalt Mario Alvarez.

Der Bericht soll auch in Englisch und Französisch veröffentlicht und allen internationalen Instanzen, die sich eingeschaltet hatten, zugänglich gemacht werden.
Nach Angaben der Menchenrechtsorganisation Amnesty International wurden seit 1993 in der Region mehr als 400 Frauen getötet; viele von ihnen wurden demnach vergewaltigt und gefoltert. Noch vor einem Monat prangerte die UNO erhebliche Versäumnisse der mexikanischen Justizbehörden bei der Aufklärung der Gewalttaten an.

In den zurückliegenden elf Jahren gab es einen einzigen Prozess, bei dem ein Mann wegen Mordes an einer jungen Frau zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Am Mittwoch informierte die Polizei von Ciudad Juárez über den Fall einer weiteren Frau, die entführt und missbraucht wurde, sich dann aber aus der Gewalt ihrer Entführer befreien konnte.

*AFP
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Beitragvon Tina » Mo 24 Mai, 2004 9:24

Gestern zufällig eingeschaltet, ein sehr interessanter Bericht über Cuidad Juarez: "Die Stadt der toten Frauen"

Hier der Bericht:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,2127813,00.html
(bitte link kopieren)

Über die Rundreise von Judith Galarza:
http://www.frauenrechte.de/filmfest/uebersicht.html

Interview:
http://www2.amnesty.de/internet/deall.n ... /JL2004077

im TV:
Die Stadt der toten Frauen
Ciudad Juarez in Mexiko
Ein Beitrag von Katrin Pecher
Sendedatum:
ML Mona Lisa
Wiederholung in 3sat, 26.5.2004, 12.15 Uhr
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Beitragvon Tina » Do 27 Mai, 2004 7:50

Einladung zu Preview und Diskussion am 9. Juni 2004 um 20.00 Uhr in Berlin

"Die Stadt der toten Töchter" - Neuer ARTE-Dokumentarfilm über die tödliche Gewalt gegen Frauen in Mexiko

Berlin, 26. Mai 2004 - In der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez im Bundesstaat Chihuahua wird seit 11 Jahren fast jede Woche eine Frau ermordet. Recherchen von amnesty international zufolge, starben bis August 2003 370 Frauen und Mädchen. Mexikanische Menschenrechtsorganisationen sprechen von weiteren 400 Vermissten. Viele der Opfer wurden entführt, tagelang gefangen gehalten und gequält, erniedrigt und sexuell missbraucht, bevor man sie strangulierte oder brutal erschlug. Jahrelang unternahmen die Behörden praktisch nichts. Der Großteil dieser Verbrechen wurde bis heute nicht aufgeklärt. Bis heute ist unklar, wer hinter den Morden steht. Die Spekulationen reichen von einflussreichen Mitgliedern der mexikanischen Oberschicht im Verbund mit der Drogenmafia bis hin zu Organhändlern.

Die Autoren des Dokumentarfilms „Die Stadt der toten Töchter“, den der NDR für ARTE produziert hat, sprachen mit Betroffenen und mit Vertretern von Behörden und Regierung. Der Film zeichnet das Porträt einer Stadt, in der das menschliche Leben keinen Schutz und offenbar wenig Wert genießt - zumal wenn es weiblich ist.

amnesty international hat am 8. März 2004 die weltweite Kampagne "Hinsehen & Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern" gestartet. Die Kampagne läuft über zwei Jahre. Ein aktueller Kampagnenschwerpunkt sind die Frauenmorde in Ciudad Juárez.

amnesty international und ARTE laden Sie ein zu einem Preview der Dokumentation mit anschließender Diskussion am

Mittwoch, 9. Juni 2004, 20 Uhr, im
Hackesche Höfe Filmtheater, Kino 1, Rosenthaler Str. 40/41, Hof 1, 10178 Berlin-Mitte


Im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren:
Jutta Pinzler und Matthias Franck, Autoren des Films
Wolfgang Grenz, amnesty international, Netzwerk Zentralamerika/Mexiko (Hamburg)
Ulrike Dotzer, ARTE-Beauftragte, NDR Hamburg

ARTE wird den Film am 24. Juni 2004 um 22:40 Uhr ausstrahlen.

Anmeldung und Kontakt:
ai-Pressestelle, Meike Zoega oder Dr. Dawid D. Bartelt,
030 - 420248-306 / - 333,
E-mail: presse@amnesty.de,
oder ARTE-Redaktion NDR, Ulrike Dotzer, 040 - 41564750,
E-mail: u.dotzer@ndr.de
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Erster Bericht der Sonderermittlerin

Beitragvon Christa » Mi 21 Jul, 2004 12:35

Ciudad Juárez:
Erster Bericht der Sonderermittlerin

(Mexiko-Stadt, 14. Juli 2004, na-poonal).- Die mexikanische Regierung unter Präsident Vicente Fox macht die Regierung des mexikanischen Bundesstaates Chihuahua dafür verantwortlich, dass die Fälle Hunderter ermordeter Frauen in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez, noch immer nicht aufgeklärt sind.

In ihrem ersten Bericht zu den mehr als 300 Morden an Frauen seit 1993, kam die Sonderermittlerin der Bundesstaatsanwaltschaft, María López Urbina, zu dem Schluß, dass Hunderte von Staatsbeamten für die katastrophale Handhabung der Untersuchungen dieser Mordfälle verantwortlich sind"Es gab eine offenkundige Tatenlosigkeit und Nachlässigkeit, so dass wichtige Beweise verloren gingen, da der Ort des Geschehens nicht in angemessener Weise gesichert worden war.”, sagte López Urbina Anfang Juni auf einer Pressekonferenz bei der Vorstellung ihres Berichts"Die meisten Sachverständigengutachten weisen einen gravierenden Mangel an Glaubwürdigkeit und Stichhaltigkeit auf.”

López Urbina wurde im Januar ins Amt berufen. Sie ist die zweite Frau, die die Regierung Fox mit einem hohen Posten im Zusammenhang mit den Mordfällen in Ciudad Juárez betraut. Bereits im Oktober 2003 war die Menschenrechtsaktivistin Guadalupe Morfín Otero zur “Sonderbevollmächtigten für die Prävention und Verhinderung der Gewalt gegen Frauen in Ciudad Juárez” ernannt worden.

“López Urbina untersuchte die Arbeit von 167 Staatsdienern in Chihuahua, die mit den Fällen der in Ciudad Juárez ermordeten Frauen betraut waren. Sie kam zu dem Schluss, dass 81 von ihnen die Untersuchungen in unangemessener Weise durchführten und in einigen Fällen sogar Hinweise ignorierten, die bei der Aufklärung des Falles hilfreich gewesen wären", so der stellvertretende Beauftragte für Menschenrechte der Generalstaatsanwaltschaft, Mario Alvarez Ledezma.

Nach der Veröffentlichung des Berichts wies die Generalstaatsanwaltschaft die Justizbehörden in Chihuahua an, ein Verfahren gegen Dutzende von Beamten wegen Fahrlässigkeit einzuleiten. Die Generalstaatsanwaltschaft gab zunächst keine Namen bekannt, betonte jedoch, dass diese Fälle untersucht und ihre Ergebnisse den Behörden in Chihuahua ausgehändigt würden, um eventuelle Verantwortlichkeiten im Bereich der Verwaltung und der Justiz aufklären zu können.

Von Seiten von Menschenrechtsorganisationen gab es unterschiedliche Reaktionen. Die schärfste Kritik formulierte der Präsident der Nationalen Kommission für Menschenrechte José Luis Soberanes, der von einem "Katalog schöner Vorsätze“ sprach. Er bezweifelte, dass lediglich 81 Beamte fahrlässig gehandelt hätten. Wenige Tage vor der Veröffentlichung des Berichts hatte Soberanes die Situation in Ciudad Juárez als das "schlimmste Problem im Menschenrechtsbereich“ in Mexiko bezeichnet. Außerdem sei er der Meinung, dass die Behörden auf den verschiedenen Ebenen sich immer mehr zu einem Hindernis bei der Lösung dieses Problems entwickeln würden. "Der Mangel an Ergebnissen und Verantwortung sowie die Nachlässigkeit der lokalen Behörden ist ein Skandal", sagte er vor einer speziell ins Leben gerufenen parlamentarischen Kommission aus. Auch die Bundesbehörden nahm er ins Visier. Er führte aus, dass einige Morde nach der Amtseinsetzung von Morfín Otero geschehen seien. "Es wurden neue Morde begangen, aber es gibt keine Fortschritte bei der Aufklärung der Fälle", sagte er. "Wo bleibt die Prävention?“

Die US-amerikanische Menschenrechtsorganisation Washington Office on Latin America (WOLA) kritisierte den Bericht inzwischen als unzureichend. "Das Problem in Juárez geht weit über die Frage hinaus, ob ein Serienmörder sein Unwesen treibt", sagte Laurie Freeman, die Repräsentantin der Organisation in Mexiko. "Es geht um die vorherrschende Haltung, die Gewalt gegen Frauen akzeptiert. Es ist diese Einstellung, die zu Hunderten von ungelösten Morden im letzten Jahrzehnt geführt hat"

Eric Olson, der Direktor von Amnesty International Amerika, sagte, dass es ermutigend sei zu sehen, dass sich die mexikanischen Behörden zur Untersuchung der Verantwortung von Staatsbeamten entschieden hätten. Er fügte jedoch hinzu, dass es ihn beunruhige, dass die Justizbehörden von Chihuahua mit dieser Untersuchung beauftragt worden seien.

Quelle:
Poonal Nr. 631
Deutsche Ausgabe des wöchentlichen
Pressedienstes lateinamerikanischer
Agenturen vom 20. Juli 2004
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Grausam zugerichtete Leichen entdeckt

Beitragvon Christa » Mo 16 Aug, 2004 13:47

Grausam zugerichtete Leichen entdeckt

veröffentlicht: 16.08.04 - 06:41

Ciudad Juarez/Mexiko (rpo). In der mexikanischen Stadt Ciudad Juarez hat die Polizei die Leichen von sechs grausam ermordeten Menschen entdeckt. Bei den Toten handelte es sich offenbar um Mitglieder der Drogenszene.

Vier Männer lagen erwürgt im Kofferraum eines Chevrolets. Die Leichen waren in Betttücher gewickelt, ihre Hände und Füße mit Paketklebeband festgebunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Die Opfer seien vor ihrem Tod mit Schusswaffen gequält worden. Wenig später wurden - ebenfalls in abgestellten Autos - die Leichen eines weiteren Mannes sowie einer Frau gefunden.
Der Mann sei ebenfalls erdrosselt, die Frau ertränkt worden, hieß es.
Die Ermittler vermuten, in allen Fällen seien professionelle Killer am Werk gewesen, die im Auftrag der Drogenmafia gehandelt hätten. Die Grenzstadt Juarez ist für Drogenschmuggel berüchtigt.

16.08.2004
Quelle:
http://www.bbv-net.de/public/article/na ... land/58218
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Denuncian al Gobierno mexicano por muertas de Juárez

Beitragvon ModerationML » Do 19 Aug, 2004 15:00


Denuncian al Gobierno mexicano por muertas de Juárez
Verfasst am: Do 13 Feb, 2003 4:58 pm
von:
Tina
Verschoben: 19.8.2004



CIUDAD DE MÉXICO, México, feb. 12, 2003.- El Gobierno de México fue denunciado este miercoles ante la Organización de Naciones Unidas (ONU) por la falta de resultados en la investigación de las 300 mujeres asesinadas en Ciudad Juárez. Dos organizaciones no gubernamentales interpusieron la denuncia ante la "Convención sobre la eliminación de todas las formas de discriminación contra la mujer". Esto podría presionar al Gobierno federal para que la Procuraduría General de la República (PGR) asuma el caso, que sigue a cargo de la Procuraduría de chihuahua.
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Erneut Frau bei Ciudad Juárez ermordet 13.1.2004

Beitragvon ModerationML » Do 19 Aug, 2004 15:43


Verfasst am: Di 13 Jan, 2004 1:17 pm Titel: Erneut Frau bei Ciudad Juárez ermordet
von:
Tina
Verschoben: 19.8.2004



Erneut Frau bei Ciudad Juárez ermordet
Fast 400 Opfer in den vergangenen zehn Jahren von Unbekannten ermordet.

Im Gebiet der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juárez ist erneut eine junge Frau ermordet worden. Die Polizei entdeckte die Leiche der 33-Jährigen in jener Gegend, in der in den vergangenen zehn Jahren bereits fast 400 Frauen getötet worden waren. Die Frau sei vermutlich sexuell missbraucht und gesteinigt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die mysteriöse Mordserie im Großraum von Ciudad Júarez beschäftigt inzwischen auch UN-Experten. Die Opfer wurden vergewaltigt, brutal gefoltert und anschließend erwürgt. Der oder die Täter ließen ihre Überreste in der Wüste verschwinden.

Obwohl die Regierung in Mexiko-Stadt 300 Bundespolizisten entsandte, konnte bislang kein Verdächtiger der Taten überführt werden. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international warf der mexikanischen Polizei und Justiz Versagen bei den Ermittlungen vor.

*freiepresse.de/13.01.04

=================================================

Antwort:
Verfasst am: Di 13 Jan, 2004 3:19 pm
von
Clara
wenn ich diese Berichte so lese, kommt mir der Gedanke meiner Cousine in den Sinn - es git auch böse Curanderos -
ob sie allerdings Steinwürfe auslösen können wage ich zu bezweifeln.
Aber irgendeine kriminelle Kraft wütet da.

Wie man allerdings in einer winzigen Stadt, sämtliche Autoreifen zerstechen kann, ohne das jemand geschnappt wird, hier in diesem unserem Lande ist mir ebenso schleierhaft.
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DARÁN INFORME SOBRE MUERTAS DE JUÁREZ:7.4.2003

Beitragvon ModerationML » Do 19 Aug, 2004 15:48

DARÁN INFORME SOBRE MUERTAS DE JUÁREZ
Verfasst am: Mo 07 Apr, 2003 2:15 pm
von:
Tina
Verschoben: 19.8.2004



La CNDH ha manifestado que los homicidios insuficientemente esclarecidos representan una vergüenza nacional y es una emergencia atender este caso

EFE (06-04-03 ).- México.- La Comisión Nacional de Derechos Humanos (CNDH) de México informó que presentará este lunes un informe sobre 232 casos de mujeres asesinadas en Ciudad Juárez, en la frontera con Estados Unidos.El organismo indicó en un comunicado que en este documento preliminar presentarán las acciones que ha desarrollado desde el pasado 11 de febrero, cuando comenzó a investigar los asesinatos de mujeres en esa ciudad.La CNDH dijo que se incluyen los testimonios recabados por los visitadores que han investigado los casos y el análisis de documentos de las instituciones de justicia federales y estatales.La Comisión ha manifestado que "los homicidios insuficientemente esclarecidos representan una vergüenza nacional y es una emergencia atender este caso con la actuación coordinada de los tres niveles de gobierno para investigar plenamente esa ola de crímenes y castigar a los que los cometieron".Esta semana la Procuraduría General de la República se declaró fuera de competencia para investigar los asesinatos de mujeres en Ciudad Juárez, con el argumento de que su participación violaría el Estado de Derecho.La Fiscalía Especial para la Investigación Homicidios de Mujeres, creada en 1998 y dependiente de la Procuraduría estatal de Chihuahua, ha investigado los crímenes de Ciudad Juárez donde en la última década han muerto unas 300 jóvenes, aunque no ha tenido resultados.
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Fox setzt Sonderermittler für Frauenmorde ein 2.9.2003

Beitragvon Christa » Do 19 Aug, 2004 16:39

Fox setzt Sonderermittler für Frauenmorde ein
Verfasst am: Di 02 Sep, 2003 9:17 am
von:
Christa
Verschoben: 19.8.2004


Fox setzt Sonderermittler für Frauenmorde im Norden Mexikos ein

Mexiko-Stadt (AFP) - Angesichts hunderter unaufgeklärter Morde an Frauen im Norden Mexikos hat Präsident Vicente Fox die Einsetzung eines Sonderbeauftragten zur Aufklärung der mysteriösen Verbrechen angekündigt. Die "schmerzliche Tragödie" sei eine "große Herausforderung" für die Regierung, sagte Fox am Montag vor dem Parlament. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden in den Städten Ciudad Juárez und Chihuahua in der gleichnamigen Provinz an der Grenze zu den USA in den vergangenen zehn Jahren 375 Frauen ermordet. In knapp 140 Fällen sei sexuelle Gewalt nachgewiesen worden.

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Continúa la violencia en Ciudad Juárez

Beitragvon Christa » Do 19 Aug, 2004 18:27


Titel: Continúa la violencia en Ciudad Juárez
Verfasst am: So 02 März, 2003 5:38 pm
Von Christa
Verschoben: 19.8.2004



24.2.2003

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Español
Número 65 | Lunes 24 de febrero de 2003

Contenido

a.. En el Ajo: Continúa la violencia en Ciudad Juárez.
b.. En el ajo: Zapotecas presos en huelga de hambre. El caso de
Guevea de Humbolt.
c.. Informes: El informe del grupo de trabajo sobre detenciones
arbitrarias, recomendaciones que permanecen desatendidas por el Estado
Mexicano
d.. Para un... Léxico de la diversidad. Racismo: Rostro oscuro de la
modernidad.
e.. Agenda.



a.. EN EL AJO: CONTINÚA LA VIOLENCIA EN CIUDAD JUÁREZ.
Hace una semana fueron encontrados en Ciudad Juárez otros tres
cadáveres de mujeres asesinadas, ahora las víctimas son Juana Sandoval Reyna
de 17 años, Esmeralda Juárez Alarcón de 16 y Violeta Mabel Alvidres de 18,
como siempre, mujeres jóvenes y pobres, una de ellas trabajadora de un
comercio y las otras dos, estudiantes de una escuela de computación. Con
esto suman ya casi 300 mujeres asesinadas en esta ciudad durante los últimos
10 años, la mayor parte de ellas maltratadas y abusadas sexualmente antes de
su muerte y posteriormente abandonadas en terrenos baldíos.

Estos crímenes le vuelven a recordar a la sociedad que los asesinatos
de mujeres continúan y que los aproximadamente 300 casos registrados
permanecen en la impunidad debido a que las autoridades encargadas de
impartir justicia actúan con negligencia, ineptitud e indiferencia frente a
crímenes que por su naturaleza ofenden a la humanidad.

A principios de la semana pasada el Procurador de Justicia del estado
de Chihuahua, Jesús José Silva, declaró en conferencia de prensa desde el
lugar donde fueron hallados los cuerpos de las tres jóvenes asesinadas que
?no está en manos de un Gobierno garantizar que estos crímenes no van a
seguir ocurriendo?, por lo que llamó a toda la comunidad a ?poner su
esfuerzo para poner un alto a estos homicidios?. Además, aseguró que el
resurgimiento de estos ataques no es atribuible a las autoridades estatales,
ya que es parte de la violencia mundial que afecta a varios países y agregó
?en Estados Unidos hay francotiradores a quienes detienen y siguen los
asesinatos, hay robo de carros, violaciones y, por qué no decirlo, hasta
asesinatos de mujeres?.1

Es indignante que las autoridades encargadas de impartir justicia
hagan este tipo de declaraciones y pretendan desentenderse de las
obligaciones que les da su cargo e ignorar su responsabilidad frente a todos
estos asesinatos. No hay que olvidar que el Estado mexicano es responsable
por omisión de todos los crímenes de mujeres que permanecen impunes, y
también de más de 300 casos de mujeres desaparecidas en el estado.

A lo largo de estos 10 años las diferentes administraciones locales ha
demostrado su ineptitud, su falta de voluntad política y su frivolidad e
indiferencia frente a la vida de tantas mujeres. Si hacemos un recuento de
su actuación vemos que en vez de castigar a los culpables y hacerle justicia
a las víctimas y a sus familiares, las autoridades han intentado culpar a
las mujeres muertas de sus propios asesinatos, pues las han caracterizado
como mujeres con conductas amorales ?toda vez que asisten a altas horas de
la noche a centros de diversión no aptos para su edad?, o bien, han
concluido que los asesinatos tienen que ver con la falta de atención y
descuido del núcleo familiar en el que han crecido2. Por su parte, el
gobierno federal ha mantenido un pernicioso silencio frente al caso y su
omisión ha perpetuado la situación de violencia en el estado.

Asimismo, vemos que las autoridades han intentado encobrir su
ineptitud, fabricando culpables mediante tortura, es el caso de Gustavo
González alias ?La Foca? y Víctor Manuel García, dos chóferes acusados en
diciembre de 2001 de haber violado y asesinado a 8 mujeres, y declarados
culpables luego de ser torturados para que firmaran una declaración
inculpatoria. Como sabemos, el 8 de febrero pasado, Gustavo González fue
hallado muerto en su celda en la Prisión de Máxima Seguridad de Chihuahua
después de haber sido operado ?sin que él lo hubiera solicitado- de una
hernia causada por la tortura a la que fue sometido. Sin duda, un hecho que
ensombrece todavía más el caso de las mujeres asesinadas en Juárez.

Hemos visto también, que muchas veces las autoridades en vez de
perseguir a los asesinos y esclarecer los crímenes, han preferido hostigar a
los abogados y familiares de los detenidos y a todas aquellas activistas que
desde hace una década vienen luchado contra la impunidad. Por ejemplo, un
día antes de que Víctor González apareciera muerto en su celda, presuntos
agentes judiciales amenazaron a Miriam García, esposa del otro chofer
detenido y le dijeron que si asistía al evento en el que iba a estar
presente Eve Ensler, dramaturga y activista internacional contra la
violencia hacia las mujeres, ?su marido lo pagaría?.

La impunidad en la que permanecen los crímenes de Ciudad Juárez
revelan el poco valor que tiene para las autoridades la vida de estas
mujeres, además, estos asesinatos constituyen un acto profundo de
discriminación contra el género femenino, puesto que cualquier tipo de
violencia contra las mujeres tiene como consecuencia el menoscabo o la
anulación del ejercicio de los derechos humanos, en este caso, el derecho a
la vida, a la integridad personal y a la justicia.

Por todo lo anterior, condenamos la actuación gubernamental frente al
caso de los asesinatos de Juárez y exigimos que asuma cabalmente sus
obligaciones como Estado responsable de asegurar el respeto a los derechos
humanos, para esto será necesario que los tres niveles de gobierno se
coordinen, que se atraigan los casos al fuero federal, que se determinen
líneas claras de investigación, que se implementen campañas efectivas para
prevenir la violencia contra las mujeres, que se actúe con el debido cuidado
en las investigaciones y que se informe sobre el cumplimiento de las
recomendaciones internacionales que ha recibido.3



INDICE


a.. EN EL AJO: ZAPOTECAS PRESOS EN HUELGA DE HAMBRE. EL CASO DE
GUEVEA DE HUMBOLT.
En la lucha por el derecho a ejercer su libre determinación numerosos
indígenas han sido blanco de violaciones a sus derechos humanos. Es el caso
de Edmundo Espinosa, Santiago Guzmán, Leopoldo Álvarez, Miguel Álvarez,
Amado Castro, Seferino Velásquez y Emiliano Morales, todos ellos zapotecas
originarios del municipio de Guevea de Humboldt y actualmente presos
injustamente por un conflicto con los caciques locales, derivado del intento
por democratizar su municipio y hacer valer su normatividad para elegir a
sus autoridades.

De acuerdo con los propios afectados, el conflicto en Guevea de
Humboldt se remonta por lo menos una década atrás, tiempo en el que se han
acumulado una lista larga de agravios contra los indígenas del lugar4. Por
ejemplo, en 1992 apoyado por el Partido Revolucionario Institucional fue
impuesto como presidente municipal Heriberto Orozco, quien con el pretexto
de guardar la seguridad del municipio, solicitó la instalación de un retén
militar y policiaco que, mediante cateos y detenciones, se dedicó a hostigar
y atemorizar a la población del municipio. Además, allanó las instalaciones
de la Unión de Comunidades Indígenas de la Región del Istmo, organización en
la que militaban la mayor parte de los cafeticultores ahora presos.

En 1995 los habitantes de Guevea de Humboldt lograron organizarse para
elegir a sus autoridades para el periodo 1996-1998, sin embargo, el entonces
presidente municipal desconoció la Asamblea electoral y al cabildo electo, y
se apropió de algunos bienes municipales como mobiliario, archivos, sellos y
vehículos del ayuntamiento. Con el apoyo del pueblo, las autoridades electas
le exigieron la devolución de lo robado y le indicaron que de no hacerlo,
sería sancionado con un arresto de tres días de cárcel, lo que era ante todo
una sanción de carácter moral por apropiarse de bienes de la colectividad,
que en ningún momento vulneraba sus garantías individuales. Una vez
liberado, el expresidente municipal interpuso una denuncia ante el
Ministerio Público por los delitos de robo, lesiones, asalto y privación
ilegal de la libertad.

Varios años después fue asesinado Heriberto Orozco. Sin previamente
realizar una investigación seria y apegada a derecho, las autoridades del
Juzgado Penal de Tehuantepec libraron 22 órdenes de aprehensión contra
algunos de los indígenas que en el pasado se opusieron al cacicazgo de
Orozco, como si estos hechos tuvieran una relación directa con la detención
del expresidente municipal en 1996. Desde entonces, nueve personas
permanecen en prisión y están siendo procesadas sin ningún apego a la ley
por los delitos de homicidio, asalto y lesiones, violándose así sus derechos
a la justicia, a la libertad y a la integridad personal.

Los acusados no tuvieron acceso a un juicio rápido, sencillo, idóneo y
efectivo que permitiera el esclarecimiento de los hechos y la
identificación, procesamiento y sanción de los verdaderos responsables. Más
bien, el proceso ha estado lleno de irregularidades, entre las que destaca
la negación del derecho a un intérprete ?siendo que los acusados no hablan
español- y el sometimiento de dos detenidos a prácticas de tortura, cuyas
secuelas aún son visibles.

Es evidente que las acciones penales que supuestamente se derivaron de
los delitos de los que se les acusa, son en realidad un acto represivo
contra un pueblo que ha intentado ejercer su derecho a la libre
determinación y ha intentado gobernarse con base a su propia normatividad.
Resulta inadmisible que las autoridades responsables de impartir justicia
deriven acciones penales de lo que es en realidad un conflicto
político-electoral por el control del ayuntamiento. Además, es sumamente
preocupante que aquellos indígenas que luchan por su legítimo derecho a la
libre determinación se conviertan en un blanco constante de violaciones a
los derechos humanos.

El martes 18 de febrero cuatro de los nueve indígenas zapotecas de
Guevea de Humboldt que se encuentran en el Reclusorio Regional de
Tehuantepec y algunos de sus familiares, decidieron como medida desesperada
iniciar una huelga de hambre para dar a conocer a la sociedad las
irregularidades del proceso penal que se les inició. Los indígenas recluidos
denunciaron que desde que comenzaron su ayuno han sido hostigados por las
autoridades del penal; por ejemplo, los mantuvieron de pie durante todo un
día afuera de las oficinas del director, fueron trasladados al área
preventiva ?mejor conocida como Celda de Castigo-, fueron presionados para
que rompieran su ayuno, se impidió el paso a sus familiares argumentando que
son un ?grupo incitador? y les fueron arrebatadas sus camisetas alusivas a
la huelga. Asimismo, la Secretaria Judicial del Juzgado Penal de Tehuantepec
los amenazó con trasladarlos a otro reclusorio por no haberle avisado
previamente de la huelga.

Por todo lo anterior, exhortamos a los gobiernos estatal y federal a
tomar las medidas necesarias para liberar a los indígenas recluidos
injustamente, reparar el daño y sancionar a quienes torturaron a los
detenidos e incurrieron en faltas durante el proceso. Además, exigimos el
respeto absoluto a todos aquellos municipios que luchan por ejercer su
derecho a la libre determinación y que han adoptado el sistema de usos y
costumbres para regir su ayuntamiento.


INDICE


a.. INFORMES: EL INFORME DEL GRUPO DE TRABAJO SOBRE DETENCIONES
ARBITRARIAS, RECOMENDACIONES QUE PERMANECEN DESATENDIDAS POR EL ESTADO
MEXICANO.
El reciente informe del Grupo de Trabajo sobre Detenciones Arbitrarias
de Naciones Unidas sobre su visita a México, realizada del 27 de octubre al
10 de noviembre de 2002, da cuenta de los grandes pendientes en materia de
justicia que, a dos años de la administración de Fox, continúan sin ser
atendidos (E/CN.4/2003/8/Add3).

En dicho informe, el Grupo de Trabajo reconoce algunos avances
generales realizados por México, tales como centrar la política exterior
mexicana en la defensa de los derechos humanos, la ratificación de
instrumentos internacionales y el establecimiento de una oficina del Alto
Comisionado en México. Sin embargo, el informe resalta también los pocos
cambios relativos a la reforma del sistema de justicia en México, cuya
importancia debiera constituir una de las prioridades nacionales de la
actual administración.

Motivos de preocupación.

En el informe del Grupo de Trabajo sobre Detenciones Arbitrarias se
señalan como preocupaciones:

a.. la ausencia de una norma que establezca la presunción de
inocencia, lo que tiende a invertir de facto la carga de la prueba (Para.
38). Así mismo, señala que el supuesto de flagrancia equiparada que se
utiliza en México es incompatible con el principio de presunción de
inocencia y genera riesgos de detenciones arbitrarias (Para 39).
b.. El que la mayoría de las detenciones arbitrarias parecen
resultar del recurso frecuente de redadas, así como los arrestos basados en
?denuncias anónimas? o a ?actitudes sospechosas? y que la posible
combinación de estas prácticas con la eventual campaña a favor de la
?tolerancia cero? corre el riesgo de agravar los efectos nefastos de estas
detenciones (Para 42).
En relación con el régimen de ejecución de la pena, el Grupo de
Trabajo manifestó preocupación por:

a.. la duración efectiva de las penas es decidida en última
instancia por las autoridades administrativas a las que la ley les confiere
la facultad de modificar sustancialmente las penas sin control judicial
ordinario (Para 43).
b.. Así mismo señala que persisten graves deficiencias en las
defensorías de oficio (Para. 52).
En cuanto a la justicia para menores, señala:

a.. que los mínimos de la edad penal contravienen lo dispuesto por
la Convención sobre Derechos del Niño en la mayoría de las entidades
federativas (Para. 57).
b.. que existe una impunidad notoria en relación a algunos
responsables de las detenciones arbitrarias (Para. 62)
c.. que aunque los mecanismos de control son más eficaces que
anteriormente, la detención arbitraria no está debidamente tipificada en la
ley federal y que el Grupo de Trabajo no tuvo conocimiento de agentes
públicos procesados y castigados por esta violación a pesar de ser una de
las principales quejas de violaciones a los derechos humanos (Para. 63).
Recomendaciones.

Las recomendaciones emitidas por el Grupo de Trabajo (Para. 72),
reafirman y actualizan las que ya han formulado tanto la Relatora sobre
Ejecuciones Extrajudiciales, como los relatores sobre Tortura e
Independencia de Jueces y Abogados; el Comité contra la Tortura y el Comité
de Derechos Humanos todos ellos de Naciones Unidas, así como la Comisión
Interamericana de Derechos Humanos. Dichas recomendaciones no han sido
atendidas por este gobierno a pesar de su discurso de compromiso con los
derechos humanos, y entre ellas se encuentran:

a.. Modificar la legislación interna para adaptarla a las normas
internacionales en especial en cuanto a presunción de inocencia, la
flagrancia, la proporcionalidad de las penas en delitos denominados graves,
así como los beneficios de la preliberación. Modificar el amparo, tipificar
penalmente la detención arbitraria y prohibir la utilización de automóviles
sin placas por los agentes encargados de la aplicación de las leyes.
b.. Abrir un debate a profundidad sobre la necesidad de la reforma
al sistema penal y procesal penal y a las atribuciones parajurisdiccionales
del Ministerio Público.
c.. Realizar las reformas necesarias para adaptar la legislación
interna sobre la niñez a las normas internacionales sobre justicia a
menores.
d.. Mejorar el sistema de defensa pública y defensoría de oficio.
Mejorar las condiciones de comunicación con el defensor y establecer
garantías para permitir que el detenido sea respetado en su dignidad, sin
estar detrás de una reja en las audiencias, y haciendo la audiencia
efectivamente abierta al público
Observar una estricta separación entre tareas militares y tareas
policiales en funciones de orden público.
Revisar de manera extensiva los abusos del pasado en que ha habido
detenciones arbitrarias de personas. Dado que las desapariciones forzadas
cometidas por militares en el pasado constituyen violaciones graves de los
derechos humanos, deben ser de competencia de la jurisdicción civil
ordinaria.

a.. Respeto de garantías de debido proceso en el combate a la
corrupción, y que en los hechos de corrupción cometidos por militares sean
juzgados en el futuro por tribunales civiles ordinarios.
b.. Reforzar los procedimientos de control de los servidores
públicos, especialmente los procedimientos de control interno.
El Centro Prodh considera particularmente importante la recomendación
sobre las desapariciones forzadas cometidas por militares, las cuales deben
ser de competencia de la jurisdicción civil ordinaria sobre todo en estos
momentos en los que la administración del presidente Fox ha optado por que
los juicios contra los Generales Acosta Chaparro y Quirós Hermosillo, como
responsables por 143 desapariciones en los años setentas, sean llevados a
cabo por la Procuraduría Militar.

Así mismo, resaltamos la recomendación en el sentido de que se observe
una ?estricta separación entre tareas militares y tareas policiales en
funciones de orden público?. A pesar de que recomendaciones similares han
sido emitidas por la Relatora sobre Ejecuciones Extrajudiciales, el Comité
de Derechos Humanos de Naciones Unidas y la Comisión Interamericana de
Derechos Humanos, la administración del Presidente Vicente Fox ha colocado
en la Procuraduría General de la República a un militar, y gran parte del
personal que ocupa altos mandos en materia de procuración de justicia son
militares, contraviniendo estas recomendaciones. De igual forma, los cuerpos
policiacos de seguridad pública, como la Policía Federal Preventiva,
continúan militarizándose.

La retórica foxista empleada tanto en escenarios internacionales como
en los nacionales, ha sido presuntuosa de una voluntad política dispuesta a
cumplir con los compromisos en materia de derechos humanos. No obstante y a
pesar de la apertura a la observación internacional, las recomendaciones
emitidas por los órganos expertos en derechos humanos que han visitado
nuestro país permanecen desoídas por el gobierno actual. La persistencia de
esta situación estaría colocando en grave riesgo la credibilidad del
Gobierno sobre su manifiesta voluntad política, y todavía más grave,
perpetuaría la sistemática injusticia producida por las irregularidades
estructurales que permean el ámbito del sistema de justicia mexicano,
central para el avance hacia un Estado justo, democrático y garante de los
derechos humanos.

El informe completo del GT se puede consultar en nuestra Web


INDICE


a.. PARA UN... LÉXICO DE LA DIVERSIDAD. RACISMO: ROSTRO OSCURO DE LA
MODERNIDAD.
"he aprendido a respetar las ideas de los otros, a detenerme de frente
al secreto de cada conciencia, a entender antes de discutir y a discutir
antes de condenar. Y porque estoy en vena de confesiones, hago una última,
quizá superflua: detesto a los fanáticos con toda mi alma": Norberto Bobbio.

Isidro H. Cisneros5

El racismo es una teoría falsa y una práctica asesina. La ?Convención
Internacional sobre la Eliminación de todas las Formas de Discriminación
Racial? (1965) define al racismo como toda distinción, exclusión,
restricción o preferencia basada en motivos de raza, color, linaje u origen
nacional o étnico que tenga por objeto o por resultado anular o menoscabar
el reconocimiento, goce o ejercicio en condiciones de igualdad, de los
derechos humanos y libertades fundamentales en las esferas política,
económica, social, cultural o en cualquier otra esfera de la vida pública.
Desde su creación el sistema de las Naciones Unidas ha elaborado un buen
número de medidas para combatir la discriminación racial y la violencia
política. Más de medio siglo después de la derrota del nazismo, suena por
todo el mundo el fragor de guerras sostenidas en el nombre de la
purificación étnica. El racismo, el odio étnico y las ?guerras de identidad?
se extienden sin límite por la superficie del planeta. La preferencia étnica
y comunitaria parece triunfar sobre los grandes ideales universalistas. Los
criterios ideológicos retroceden ante los nacionalismos más regresivos. El
racismo es en consecuencia un comportamiento individual y colectivo de
rechazo del ser humano ?diferente?, un discurso teórico sobre la existencia
de razas y, al mismo tiempo, su puesta en práctica. El oscurantismo que
representan los dogmas, las verdades absolutas y el fanatismo está en la
base de las distintas formas de segregación que se desarrollan en pleno
siglo XXI en el planeta. Estas exclusiones en muchos sentidos hoy
constituyen nuevas formas de autoritarismo. El racismo no siempre es el
resultado de una acción concertada sino que puede ocurrir de manera casi
accidental, en buena medida espontánea, que se autoreproduce al interior de
la sociedad: el racismo tiene una ?versatilidad estratégica? en sus formas,
en sus contenidos y en sus mecanismos.

Tanto la segregación y la discriminación como el racismo y la
marginación representan formas extremas de intolerancia cultural. Con el
término «racismo» se hace referencia a un conjunto de teorías y
comportamientos fundados en una doble suposición: 1) que las manifestaciones
culturales y las acciones históricas de los personas dependen de la raza, y
2) que existe una raza superior a la que le corresponde la función de
dominio sobre otras razas inferiores, es decir, el resto de la humanidad. Es
posible incluso imaginar una ?Arqueología del Racismo? sobre todo por cuanto
se refiere a la historia del comercio de esclavos y a la ideología del
racismo anti-negro. El racismo en cuanto comportamiento se funda en
exigencias de naturaleza irracional, se basa en esquemas mentales acríticos
y rígidos y muchas de sus manifestaciones contemporáneas son veladas,
discretas, simbólicas, "de guante blanco", es decir, a través de estigmas,
prejuicios o estereotipos socialmente arraigados. El racismo es una de las
expresiones más acabadas de la intolerancia en la modernidad.

INDICE

a.. Agenda
Del 24 al 28 de febrero: Se llevará a cabo el 117º Periodo Ordinario
de Sesiones de la CIDH. En lo que respecta a México tendrán lugar las
audiencias sobre Digna Ochoa, Ciudad Juárez y Situación de Impunidad.
Asimismo, el día 26 de febrero se llevarán acabo las Reuniones de Trabajo
para tratar los casos de Víctor Pineda, Modesto Patolzin, Gregorio Alfonso,
José Alberto Guadarrama, Reyes Penagos y Sabino Díaz.

1 de marzo: Reunión Nacional del Comité Mexicano de la Campaña
Continental Contra el ALCA. A partir de las 10:00 en las instalaciones del
FAL, Godard #20. Mayores informes http://www.noalca.org


PIES DE PÁGINA:

1.-Marisela Ortega y Enrique Lomas, ?Ofrecen recompensa en Juárez?,
Reforma (19/02/03)

2.-Informe redactado por Sonia del Valle. Consultalo aquí.

3.-Mayor información sobre el caso de las mujeres de Juárez en Cimac
noticias

4.-Información recabada del Boletín de Prensa emitido el día 18 de
febrero por el Centro de Derechos Humanos Tepeyac del Istmo de Tehuantepec,
A.C.

5.-Politólogo. Profesor-Investigador FLACSO-México.
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)
Christa
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Regierung von Nichtregierungsorganisationen angeklagt

Beitragvon Christa » Sa 21 Aug, 2004 1:20

Regierung von Nichtregierungsorganisationen angeklagt
Verfasst am: Do 13 März, 2003 10:55 am
Von
Christa
Verschoben: 21.8.2004



Ciudad Juárez: weitere drei Frauen ermordet

(Montevideo/Mexiko-Stadt, 28. Februar 2003, comcosur-poonal).- Ciudad Juárez im Norden Mexikos an der Grenze zu den USA wurde zum weltweiten Symbol für Gewalt gegen Frauen. Die Morde an fast 300 Frauen während der letzten zehn Jahre blieben bisher straflos und ihr Verschwinden unaufgeklärt.
Letzte Woche erhielt die mexikanischen Staatskanzlei eine Nachricht der Vereinten Nationen, dass die Regierung von Nichtregierungsorganisationen angeklagt wurde, die Konvention über die Eliminierung aller Formen von Diskriminierung der Frau aufgrund der Tötungen in Ciudad Juárez verletzt zu haben.
Auch der mexikanische Unternehmerverband COPARMEX (La Confederación Patronal de la República Mexicana) und die mexikanische Menschenrechtskommission werfen der Regierung des Bundesstaates Chihuahua Nachlässigkeit, Unvermögen und Informationsverschleierung über die Morde an Frauen in Ciudad Juárez vor.
Sie verlangen nun vom Obersten Gerichtshof des Landes, sich der Untersuchung der Fälle anzunehmen und fordern die sofortige Schaffung einer Institutionen übergreifenden Kommission um weiteres Verschwinden und Morden an Frauen zu verhindern. Sie schlugen auch vor, mindestens 1000 Angehörige der Polizeieinheit PFP (Policía Federal Preventiva) nach Ciudad Juárez zu schicken.
Die Entdeckung von weiteren drei Frauenkörpern in der Wüste im Februar hat die Welle der Erschütterung in der mexikanischen Gesellschaft erneut aufleben lassen. Die Bundesautoritäten wurden als passiv und interesselos anklagt.
Die Leichen wurden in fortgeschrittenem Stadium der Zersetzung, eine von ihnen mit gefesselten Händen, zufällig von einigen Jugendlichen gefunden, die die Zone durchquerten, in der die Staaten Texas, Chihuahua und New Mexico zusammenlaufen.
Laut Berichten von Radio Red, werden Autopsien durchgeführt, um die Fälle der Verstorbenen mit den Anzeigen der Verschwundenen Frauen im Bundesstaat Chihuahua zu vergleichen.

Quelle: Poonal 11.3.2003
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Juárez: acusan a 100 funcionarios

Beitragvon Tina » Mi 27 Okt, 2004 9:22

Juárez: acusan a 100 funcionarios
El número de funcionarios públicos mexicanos acusados por negligencia en la investigación de los homicidios de mujeres en Ciudad Juárez aumentó a 100, según lo informó la fiscalía especial para investigar esos crímenes.

Esta cifra equivale al 39% de los funcionarios que participaron en las tareas de esclarecer los asesinatos de más de 300 mujeres desde 1993 en la fronteriza, al norte de México.
"Entre los presuntos inculpados de negligencia y abuso de autoridad se encuentran ocho fiscales, 28 agentes del ministerio público, diez subagentes, dos jefes de oficina, 27 agentes de la policía judicial y 25 peritos", explicó la fiscal especial María López Urbina.
La fiscal especial López Urbina fue designada para averiguar las razones por las cuales una investigación de más de una década no ha resuelto los asesinatos en esa ciudad fronteriza.
El informe señala que la mayoría de los crímenes, muchos de los cuales siguen sin resolverse, respondieron a móviles de varios tipos y no sólo de carácter sexual.

Diversos móviles
"La mayoría de los homicidios de mujeres estudiados no son el resultado de la acción de homicidas seriales o producto de la delincuencia organizada", agregó la fiscal, una afirmación que podría remitir la investigación de los casos, a la justicia estatal de la que muchos familiares tienen dudas.
Según la comisionada Guadalupe Morfin, quien fue nombrada especialmente por el presidente Fox para prevenir la violencia en contra de las mujeres, los asesinatos disminuyeron casi 60 % a 14 casos en el 2003 respecto al 2002 tras la implementación de un programa de seguridad que integró a diversos organismos de policía.
Sin embargo, la comisionada Morfín denunció que en los anteriores casos de negligencia muchos funcionarios lograron evadir la justicia por considerarse que varios casos de asesinatos ya prescribieron.
"Urge que se encuentren fórmulas entre las procuradurías para remontar esos obstáculos que dan pie a la impunidad", afirmó Morfín.

Menos casos en 2004
El informe reportó 12 casos de mujeres asesinadas en lo que va del año, sin embargo, la presidenta de la asociación "Nuestras hijas de regreso a casa", Norma Andrade, criticó a la fiscal por esa afirmación.
"Para el fin de su gestión, seguramente ya no habrá ninguna muerta y no porque hayan erradicado el problema, sino porque tienen una facilidad para desaparecerlas de las estadísticas", dijo Andrade.
En Ciudad Juárez, fronteriza con El Paso, Texas, han sido asesinadas más de 300 mujeres y desaparecido alrededor de 500 en los últimos diez años, la mayoría de ellas trabajaba en la industria maquiladora o de ensamblaje o se trataba de jóvenes de condición humilde.
El gobierno del presidente Vicente Fox ha estado bajo fuerte presión dentro y fuera del país de parte de activistas y grupos, como Amnistía Internacional para que se resuelvan estos crímenes.

*BBCmundo/26.10-04
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Beitragvon Nerina » Mi 10 Nov, 2004 14:07

El Universal 09.11.04

Deja PGR investigación sobre tortura a `El Cerillo`

El gobierno federal vendió el caso a la autoridad estatal: asegura abogado

Ciudad Juárez, Chih.
La Procuraduría General de la República se desistió de seguir investigando el caso de tortura contra Víctor Javier García Uribe (a) El Cerillo , el chofer de transporte urbano sentenciado el mes pasado a 50 años de prisión como responsable de asesinar a ocho mujeres, cuyos cuerpos fueron localizados en un sembradío al nororiente de la ciudad el 6 y 7 de noviembre del 2001.

Tras informar lo anterior, el abogado Sergio Dante Almaraz Mora, defensor de García Uribe, dijo que al desistirse las autoridades de seguir las indagatorias de tortura en el llamado Protocolo de Estambul, prácticamente el gobierno federal vendió el caso a las autoridades estatales.

Dijo que el desistimiento para continuar las indagatorias se da casi en secreto, ya que aparentemente ninguna dependencia, ni la comisionada federal para Prevenir y Erradicar la Violencia contra las Mujeres, Guadalupe Morfín Otero, que fue quien gestionó que se aplicaran los estudios a su cliente, solicitó que no se desistieran de la investigación de tortura que iniciaron hace dos meses.

Dante Almaraz reiteró que su cliente fue presionado en varias ocasiones por elementos de la Policía Judicial del Estado y del Ministerio Público del fuero común, para que firmara un documento en el que aceptaba que se archivara el expediente de su denuncia de tortura que presentó su esposa contra funcionarios estatales que presuntamente lo obligaron a que se declarara culpable junto con Gustavo González Meza, (a) La Foca , ya fallecido, de asesinar a esas ocho mujeres localizadas el 2001.

Luis Carlos Cano/Corresponsal
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[b]Despiden a fiscal y MP por ocultar femenicidios[/b]

Beitragvon Nerina » Fr 19 Nov, 2004 8:26

El Universal

Despiden a fiscal y MP por ocultar femenicidios

Con 48 servidores serán investigados por negligencia
Ángela Talavera Lozoya, fiscal estatal de la Fiscalía Mixta para la Investigación de Homicidios de Mujeres en Ciudad Juárez, y el coordinador del Ministerio Público para el mismo motivo, Manuel Esparza, fueron despedidos de sus cargos para realizar una investigación y determinar si cometieron algún delito en sus respectivas áreas.

De acuerdo con la procuradora de Justicia de Chihuahua, Patricia González, la suspensión de los dos funcionarios encargados de la investigación de homicidios en Ciudad Juárez es con "la finalidad de garantizar objetividad, imparcialidad y transparencia" en la indagatoria que se realiza para saber si 48 funcionarios de la dependencia incurrieron en negligencia en torno a los hechos.

Patricia González añadió que la suspensión se basa en la necesidad de realizar "una investigación profesional" fundada en la denuncia formulada por la fiscal especial para la Atención de Delitos Relacionados con los Homicidios de Mujeres en el Municipio de Juárez, de la Procuraduría General de la República, Ana María López Urbina, quien en sus dos informes señala a los citados funcionarios, entre otros 46, como posibles responsables del delito de abuso de autoridad, por probable negligencia u omisión en la integración de averiguaciones previas relacionadas con el homicidio de mujeres en ciudad Juárez.

La suspensión temporal permitirá que el personal de la Contraloría de Asuntos Internos de la Procuraduría de Justicia del estado "realice con transparencia e imparcialidad las investigaciones correspondientes para determinar la posible responsabilidad penal señalada por la PGR en el informe de la fiscal López Urbina".

Carlos Coria Rivas/Corresponsal
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